Trockenheit

Rübenwachstum stark behindert

Hitze und Trockenheit setzen den Zuckerrüben in den hessischen und pfälzischen Anbaugebieten zu. Möglicherweise starten die Rodungen später.

Der Verband Wetterauer Zuckerrübenanbauer hat die Ertragserwartungen zurückgenommen. Nach den ersten Testrodungen in der vergangenen Woche sind Rückgänge um mindestens 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu erwarten – Tendenz fallend. Der Verbandsvorsitzender Dr. Matthias Mehl weist zudem auf die absehbaren Schwierigkeiten zur Rodung hin, wenn es so trocken bleibt. Deswegen sind Niederschläge zwingend notwendig. „Mindestens 50 Liter/Quadratmeter, besser mehr, wären erforderlich um den Rüben noch etwas Gutes zu tun“, heißt es beim Verband.

Seit Anfang Juli haben die Rüben das Wachstum eingestellt. „Mittlerweile liegen Bestände platt auf den Böden“, beschreibt Mehl das heutige Bild. Er berichtet außerdem, dass wegen der langen Hitze ältere Rübenblätter vollständig vertrocknet sind und eine Regeneration nicht mehr möglich ist. Deswegen ist auch das Potenzial für die weitere Entwicklung des Rübenkörpers bis zum September eingeschränkt.

Die Rübenpflanzen in der Wetterau liegen platt am Boden.
Foto: Menz
Die Rübenpflanzen in der Wetterau liegen platt am Boden.

Der Verband der Hessisch-Pfälzischen Zuckerrübenanbauer rechnet wegen der anhaltenden Trockenheit mit einem späteren Rodetermin. Der Vorsitzende des Verbandes Walter Manz  kündigte Gespräche mit der Südzucker über eine Verschiebung an, wenn es weiterhin nicht regne.

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