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Leguminosenernte enttäuscht


Vor allem Futtererbsen und Süßlupinen verzeichnen massive Ernteeinbußen.
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Vor allem Futtererbsen und Süßlupinen verzeichnen massive Ernteeinbußen.

Bei der mengenmäßig wichtigsten Kultur, den Futtererbsen, kommt ein Drittel weniger vom Feld. Im Vergleich dazu stehen die Sojabohnen gut da.

Schon mit der etwas geringeren Anbaufläche seien bereits im Frühjahr die Weichen für eine kleinere Leguminosenernte 2018 in Deutschland gestellt worden. Hinzu sei ein massiver Einbruch der Erträge gekommen, meldet heute die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (Ufop) zur Ernte bei den Hülsenfrüchten. Insgesamt wurden rund 436.400 t Leguminosen gedroschen, so die Schätzung für dieses Jahr nach Auswertung von Daten des statistischen Bundesamtes. Das sind 28 Prozent weniger als im Vorjahr. Bundesweit wurden die Durchschnittserträge des Vorjahres deutlich verfehlt. 


Mit deutlichem Abstand verfehlten die Futtererbsen das Vorjahresergebnis. Es wurde mit 197.900 t rund ein Drittel weniger geerntet als im Vorjahr. Das lag an einer um 17 Prozent verringerten Anbaufläche und einem um rund 20 Prozent geringeren Ertrag. Mit 154.300 t wurden zudem 18 Prozent weniger Ackerbohnen als im Jahr zuvor geerntet. Die Ausdehnung der Anbaufläche um 20 Prozent konnte bei den Ackerbohnen einen Teil der massiven Ertragseinbußen kompensieren. Im Vergleich dazu stehen die Sojabohnen noch am besten da, denn hier konnte das Flächenplus von 25 Prozent das Ertragsminus nahezu kompensieren, so dass mit knapp 62.000 t nur 6 Prozent weniger geerntet wurde als 2017.

PSM-Verbot auf Greeningflächen kostet Fläche

Ausschlaggebend für die schlechten Erträge sind die Trockenheit in weiten Teilen Nord- und Ostdeutschlands und der hohe Anbauflächenanteil auf Grenzstandorten, so die Ufop. So gingen die Süßlupinenerträge in Sachsen-Anhalt  gegenüber 2017 um 67 Prozent zurück. Nach Einschätzung der Ufop ist der Rückgang der Anbaufläche von Körnerleguminosen auf das Verbot des Pflanzenschutz-Einsatzes auf Greeningflächen zurückzuführen. Der Effekt dieser aus Sicht der Ufop agrarpolitisch negativen Entscheidung sei durch die Witterung im Herbst 2017 abgemildert worden, als viele Flächen nicht mit Winterungen bestellt werden konnten. Dadurch seien Flächen für den Anbau von Körnerleguminosen frei geworden.

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  1. Wahnschaffe Michèl
    Erstellt 17. Oktober 2018 14:33 | Permanent-Link

    Das Dilemma, das bereits Raps hat, hat demnächst die Zuckerrübe und Grenningflächen ohnehin. Es muss Schluss sein mit wohlgefälligen politischen Entscheidungen ohne den notwendigen Sachverstand.

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