Getreide

Regen kommt im Norden zu spät


Gerste
Foto. da
Gerste

Die Wetterbedingungen haben sich umgekehrt. Jetzt gibt es Trockenheit im Süden und Regen im Norden. Der ist für Zuckerrüben, Kartoffeln und Mais eine Wohltat. Inwiefern er noch dem von der Trockenheit gebeutelten Getreide geholfen hat, stellt sich bald heraus.

Bei der Wintergerste könnten nach ersten vorsichtigen Schätzungen in Mecklenburg-Vorpommern Mindererträge von bis zu 50 Prozent, bei Winterraps von bis zu 30 Prozent zu erwarten sein. Bei den übrigen Getreidesorten sei von 20 bis 25 Prozent auszugehen. Dies sagte in dieser Woche Agrarminister Till Backhaus. Als Unterstützungsmaßnahmen für betroffene Landwirte nannte Backhaus das Bürgschaftsprogramm des Landes und das Liquiditätshilfsprogramm der Landwirtschaftlichen Rentenbank. Zudem trage das Bodenaufkaufprogramm des Landes zur Liquiditätsverbesserung betroffener Landwirte bei. Pacht- und Leistungsraten für öffentliche Darlehen sowie Steuerzahlungen könnten gestundet werden. Anträge können ab sofort gestellt werden. Außerdem greife im Fall von umfänglich auftretenden Schäden weiterhin die Nationale Rahmenrichtlinie„Aufgrund der Trockenheit  zeichnen sich deutliche Ertragsverluste bei Mähdruschfrüchten und beim Ackerfutter ab. „Nach unseren Kalkulationen muss mit Einkommensverlusten von durchschnittlich 350 €/ha  bei den Mähdruschfrüchten gerechnet werden“, sagte Backhaus weiter. Die Gerstenernte in Baden geht derweil ihrem Höhepunkt entgegen. In Mittelhessen sind die ersten Felder abgeerntet. Die Ware kommt trocken an die Gosse. Für neuerntige Gerste lassen sich bis zu 140 €/t erzielen.

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