Report Pflanzenschutz

Erreger weniger sensitiv

Landwirte haben es selbst in der Hand, ihren Weizen vor Septoria-Resistenzen zu schützen.
Foto: Archiv
Landwirte haben es selbst in der Hand, ihren Weizen vor Septoria-Resistenzen zu schützen.

Wirkstoffe aus der SDHI-Gruppe sind stark resistenzgefährdet. Die Briten entdecken eine zunehmende Zahl von Septoria-Erregern, die weniger empfindlich auf Behandlungen mit den Fungiziden reagieren.

Verantwortlich sind Mutationen des Erregers der Weizenkrankheit Septoria tritici, die eine geringere Sensitivität gegenüber den SDHI-Fungiziden mitbringen, berichtet der Branchenverband AHDB aus dem Vereinigten Königreich. Durchgeführt worden ist das Monitoring von der Beratungsorganisation Adas, die zu Saisonbeginn 2018 Septoria-Erreger an 22 Versuchsstandorten in England, Wales und Schottland gesammelt und untersucht hat. In den Labors wurde an 26 Prozent der untersuchten Septoria-Erreger eine verminderte Empfindlichkeit gegen Wirkstoffe aus der SDHI-Gruppe festgestellt. Vor einem Jahr hat dieser Anteil nur 15 Prozent betragen, Anfang 2016 fanden die Briten gar keine Minderungen der Sensitivität gegenüber Septoria tritici.

Außerdem hat sich gezeigt, dass die Häufigkeit der Mutationen im Vereinigten Königreich große Abweichungen zeigt. In diesem Jahr weisen die Standorte eine Spanne von 0 bis 48 Prozent verringerte Sensitivität gegenüber SDHI auf. Auch sind nicht alle Mutationen vertreten. Die als C-H152R klassifizierte Mutation, die eine besonders hohe SDHI-Resistenz entwickeln kann, ist 2018 im Feld noch nicht nachgewiesen worden. Dafür berichtet Paul Gosling, der beim Branchenverband AHDB die Fungizidresistenzen bearbeitet, von Septoria-Erregern, die bereits zwei Mutationen mit geringerer Sensitivität tragen.

„Die Zunahme ist nicht rapide“, relativiert Gosling die Funde. Dennoch sei es erforderlich, dass jede Fungizidanwendung von einem strikten Resistenzmanagement begleitet wird. „Jeder einzelne Landwirt steht in der Verantwortung, um die Ausbreitung der Resistenz zu verhindern“, so Gosling.

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