Report Pflanzenschutz

Kurze Hosen häufiger untersagt

Landwirte und Mitarbeiter in Agrarbetrieben sollen noch besser vor Schäden durch den direkten Kontakt mit Pflanzenschutzmitteln geschützt werden. Für einige Produkte können die Anwendungsbestimmungen erweitert werden.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) wird künftig bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln neue Anwendungsbestimmungen zum Schutz bei Nachfolgearbeiten erteilen.

Bislang gilt schon generell, dass nach Spritz- oder Sprühanwendungen die behandelten Flächen erst dann wieder betreten werden dürfen, wenn der Pflanzenschutzmittelbelag abgetrocknet ist. Künftig soll auch für den Zeitraum danach ein höherer Schutz sichergestellt werden, wenn die getrockneten Spritzmittelrückstände über den Hautkontakt die Gesundheit gefährden können. Dieses Risiko wird ab sofort im Zulassungsverfahren mit geprüft. Das BVL weist allerdings darauf hin, dass keine systematische Anpassung bestehender Zulassungen geplant ist.

Grundlage der Bewertung des Risikos für Menschen, die in den gespritzten Raumkulturen oder Feldbeständen arbeiten, ist ein neues EU-weit harmonisiertes Expositionsmodell der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa). Verfeinert worden sind die Bestimmung der Halbwertzeiten auf Pflanzenoberflächen oder der gemessenen abstreifbaren Rückstände. Für die Abschätzung des Risikos gehen Art und Menge sowie der Zeitpunkt des ausgebrachten Pflanzenschutzmittels ein.

Ergibt die Risikobewertung, dass auch nach dem Abtrocknen des Pflanzenschutzmittels bei den Arbeiten im Pflanzenbestand ein unvertretbares gesundheitliches Risiko entsteht, sind besondere Anwendungsbestimmungen einzuhalten (siehe Übersicht).

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