Report Saatgut

Bei begehrten Sorten wird es im Frühjahr eng

Der Haferanbau bietet ackerbauliche Vorteile und gute Vermarktungschancen.
Foto: Lantmannen
Der Haferanbau bietet ackerbauliche Vorteile und gute Vermarktungschancen.

Sommergetreide wird in Deutschland 2019 wieder im üblichen Umfang gesät. Offen ist aber die Fläche der Sommergerste. Leguminosenanbauer müssen Saatgut suchen.

Für den Anbau von Sommerfrüchten in Deutschland steht in diesem Jahr weniger Fläche als vor einem Jahr zur Verfügung. Denn die Herbstbestellung 2018 lief – anders als im nassen Herbst 2017 – fast wieder in normalen Bahnen, auch wenn es regional sehr trocken war. Deswegen rechnen Marktteilnehmer bei der bevorstehenden Frühjahrsbestellung mit Anbauflächen, die sich dem Niveau von vor zwei Jahren annähern.

Sommergerste könnte allerdings im Vergleich zu 2017 etwas Fläche gewinnen. Hier erwarten Marktteilnehmer 2019 eine deutsche Anbaufläche zwischen 380000 und 450000ha – im Vergleich zu 340000ha vor zwei Jahren.

Auch bei Hafer könnte es etwas Potenzial geben. Die Erwartungen liegen zwischen 130000 und 140000ha, nachdem die Hafernachfrage durch regionale Programme beständiger geworden ist. Alle Sommergetreidearten stehen jedoch in direkter Konkurrenz zum Mais. Wegen der angespannten Futterversorgung könnte die Maisfläche bundesweit um rund 5Prozent wachsen. Im Norden sind auch 10 Prozent mehr drin.

Kein Flächenwettbewerb entsteht durch Hackfrüchte. Kartoffeln nehmen seit Jahren eine weitgehend konstante Anbaufläche von 250000ha ein. Der Zuckerrübenanbau dürfte seinen Zenit überschritten haben. Wegen der niedrigen Preise ist 2019 eine deutliche Flächeneinschränkung zu erwarten.

Saatgut ist für Sommergetreide aus heutiger Sicht ausreichend vorhanden. Das Angebot nachgefragter Sorten könnte jedoch etwas enger werden. Das schwierige Anbaujahr 2018 hat einige Lücken bei anerkanntem Saatgut hinterlassen. Im Großen und Ganzen stellt sich die Situation aber deutlich entspannter als im Vorjahr dar. Eng wird es dagegen bei Saatgut für Ackerbohnen, Erbsen, Lupinen und Sojabohnen. Die Nachfrage kann oft nicht gedeckt werden.

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