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Leistungen der Fachbetriebe rund um Landtechnik würdigen die agrarzeitung (az) und der New Ideas Think Tank (NITT) mit dem neuen Award „Top Retailer – Landtechnik 2021“. Der Preis konnte jetzt persönlich übergeben werden.

Die agrarzeitung (az), dfv Mediengruppe, hatte im Dezember 2020 gemeinsam mit dem New Ideas Think Tank (NITT) erstmalig den Award „Top Retailer – Landtechnik 2021“ virtuell an die Baywa Technik Spartenregion Franken verliehen – für deren herausragende unternehmerische Leistungen und Verdienste im professionellen Vertrieb von Landtechnik. Nach mehreren Anläufen konnte der Award nun endlich am vergangenen Freitag im Rahmen einer Feierstunde persönlich in Bamberg übergeben werden von Thomas Wulff, Verlagsleiter Agrarmedien im dfv, sowie den beiden Geschäftsführern des Beraterverbunds NITT, Dieter Dänzer und Ilja Führer – natürlich alles konform mit den Corona-Schutzbestimmungen der Baywa einschließlich von Schnelltests unmittelbar vor Ort.

Bewerbungsverfahren begeistert

Dass der Award einem mehr als würdigen Gewinner zuerkannt wurde, konnten die Anwesenden spätestens verinnerlichen im Laufe der Begrüßungsansprache durch Günter Schuster, den Spartengeschäftsführer Agrar/Technik Franken: „Mich hat das gesamte Award-Bewerbungsverfahren mitgenommen, ja begeistert. Dabei werden nicht nur alle Prozesse genau durchleuchtet und bewertet, die eine erfolgreiche Vertriebsorganisation unbedingt benötigt. Als teilnehmender Betrieb erhält man darüber hinaus in den Workshops ein ausführliches Feedback zu individuellen Stärken und Schwächen. Wenn alle Beteiligten in den verschiedenen Abteilungen wie die Zahnräder im Getriebe passgenau zusammenarbeiten, stellt sich über kurz oder lang auch der gewünschte Erfolg ein. Nicht wirklich angenehm zu lesen war für mich die Seite elf in dem Ergebnisbericht: die darin aufgezeigten Handlungsfelder haben uns letztlich den Gold-Status gekostet – gleichzeitig ist es ein Ansporn, beispielsweise unser Kundenbeziehungsmanagement weiter zu optimieren. Es wurde uns genau aufgezeigt, wo wir die Hebel im Unternehmen ansetzen müssen. Bei dem Award-Prozess wird bildlich gesprochen der Pflug richtig tief in den Boden gelassen. Nachdem ich erfasst habe, was in diesem Top Retailer, in dem Assessment und den Workshops drinsteckt, ist bei mir der sprichwörtliche Groschen gefallen. Wir konnten damit auch in diejenigen Bereiche schauen, zu denen man vorher nur ein Gefühl hatte, aber keinen wirklichen Zugang. Selbst für einen so „alten Hasen“ wie mich ist es schön immer und ständig dazulernen zu können. Deshalb ist dafür das höchste Lob angesagt, welches wir Franken überhaupt vergeben können: Das hätte ich mir nicht gedacht.“


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Den Wettbewerbern im Gebiet – das Marktverantwortungsgebiet der Spartenregion Franken erstreckt sich über drei Regierungsbezirke mit 28 Landkreisen in Nordbayern – wird wohl schwummrig werden, wenn sie auch noch die weiteren Aussagen von Schuster lesen. Schließlich wurde für den Technikbereich im Jahr 2019 bereits ein Umsatz von etwa 223 Mio. € ausgewiesen, davon etwa 20 Mio. € im Geschäft mit Gebrauchtmaschinen. Der Spartengeschäftsführer wusste von 2020 zu berichten, dass die 39 Landtechnik-Standorte mit ihren insgesamt 750 Mitarbeiter*innen rund 800 neue Traktoren ausgeliefert haben und erstmals die 100-Millionen-Umsatzhürde mit dem Hauptlieferanten Fendt übersprungen wurde. Und auch, dass erneut vier seiner Mitarbeiter*innen in den Baywa-internen Top-10-Club aufgestiegen seien. Dieser ist den umsatzstärksten zehn Prozent im weltweiten Stamm der insgesamt 18.000 Mitarbeitern vorbehalten.

Mehr als 32 Prozent Marktanteil bei Fendt-Traktoren

Andreas Loewel, Vertriebsdirektor Fendt Deutschland, und Manfred Pröbstle, Regionalvertriebsleiter Fendt Süddeutschland, betonten in ihrer Laudatio wie glücklich man sich in Marktoberdorf schätze solche Vertriebspartner zu haben. Für erheiterten Applaus sorgten sie dann auch noch als sie das Auftragsvolumen des mit 11 Mio. € erfolgreichsten Verkaufsberaters flugs hoch auf die über 200 weiteren Verkäufer*innen der Baywa rechneten. Auch der Hinweis auf den Marktanteil mit den Fendt-Traktoren in der Region mit 32,2 Prozent wurde gerne vernommen. Die Ausführungen Loewel´s hinsichtlich „Digitalisierung mit integrierter Menschlichkeit“, sprich gut zu prüfen, wie man es hinbekomme mit Hilfe der Digitalisierung die eigenen Mitarbeiter dabei zu unterstützen noch effizienter zu werden die Kunden zu begeistern, wirken sicher bei allen Anwesenden nach.

Award als Qualitätssiegel

NITT-Geschäftsführer Ilja Führer erläuterte, dass in dem Bewerbungsprozess für den Award weniger die Bewertung anhand von Kennzahlen wie Umsätze, Erträge oder Marktdurchdringung im Fokus stünden. Er basiere vielmehr auf der Nutzung eines wissenschaftlichen Diagnostiktools über 16 Vertriebsdimensionen. Das Online-Assessment beinhalte 80 vertriebsrelevante Fragen, die jeweils von Mitgliedern der Geschäftsführung, der Vertriebsleitung, des Vertriebsaußendienstes und Vertriebsinnendienstes zu beantworten waren. Unter anderem würden Strategien zur Personalgewinnung, eine klare Definition von Vertriebsgebieten, Serviceorientierung, Professionalität und Passgenauigkeit des Kundenmanagements evaluiert. Er bescheinigte dem gesamten Gewinnerteam abschließend einen schon sehr hohen Organisationsreifegrad – auch wenn es noch etwas Luft nach oben gäbe

Verlagsleiter Agrar-Medien Thomas Wulff betonte: „Der künftig jährlich verliehene Award ist ein Qualitätssiegel für den Vertrieb von Landtechnik – schließlich zeigt er die Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit einer Vertriebsorganisation auf und fungiert bei Kunden, Führungskräften, Mitarbeitern und künftigen Leistungsträgern als Leitlinie und Motivationsturbo“. Der Award steigere zudem die Attraktivität der Arbeitgebermarke, weil er eine Bestätigung von neutraler Stelle dafür ist, dass der eigene Vertrieb ausgezeichnet und erfolgreich arbeite.

 

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