Hochschule

Agrarwissenschaftler ist Rektor des Jahres


Prof. Stephan Dabbert
-- , Foto: Universität Hohenheim
Prof. Stephan Dabbert

Prof. Stephan Dabbert, Rektor der Universität Hohenheim in Stuttgart und einer der renomiertesten Agrarwissenschaftler Deutschlands, ist zum Rektor des Jahres 2016 gewählt worden. Die Auszeichnung wird jährlich vom Deutschen Hochschulverband (DHV) vergeben. „Ich fühle mich ähnlich wie ein Bandleader, der den ganzen Applaus bekommt, der aber weiß: ohne Musiker und Techniker gibt es kein Konzert“, sagte Dabbert zu seinem Selbstverständins als Rektor.

Kriterien
Der DHV ist die Berufsvertretung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland. An der aktuellen Abstimmung nahmen 3.027 Wissenschaftler teil. In das Ranking gehen nur Rektoren mit mindestens 30 Rückmeldungen ein. Bewertet wurden Qualitäten wie Führungskompetenz, Respekt für die Unterschiedlichkeit der Wissenschaftskulturen, Problemlösungskompetenz, Mut zu Entscheidungen, visionäre Kraft, Fairness und Ehrlichkeit. Ihre Bewertung konnten die Wissenschaftler noch mit freien Kommentaren zur Amtsführung ihres Rektors ergänzen.
Ausschlaggebend ist die Beurteilung von Wissenschaftlern der jeweiligen Universität. Professoren und Wissenschaftler bewerten somit ihre Rektoren. Dabei vergeben sie Schulnoten für insgesamt elf Eigenschaften. Bei Dabbert kam dabei eine Bestbewertung heraus, die der DHV als „Prädikatsnote“ bezeichnete. Der Agrarökonom erhielt insgesamt die Schulnote 1,65. Der Notendurchschnitt aller Rektoren liegt laut DHV bei 2,62.

Zusammen mit seinen Rektoratskollegen habe Dabbert erhebliche Ressourcen in die Forschung insvestiert und sie durch Forschungszentren und eine verstärkte, reorganisierte Abteilung Forschungsförderung neu aufgestellt, teilte die Universität Hohenheim mit. Neue Studiengänge, wie etwa der Master in Bioeconomy, und Lehrmethoden hätten den Ruf der Universität auch in der Lehre gefestigt und ihr den deutschen Exzellenzpreis für Lehre, den ars legendi, beschert.

Der DHV ergänzt, dass der Agrarökonom als Führungspersönlichkeit geschätzt werde, die tiefe Detailkenntnis besitze, zuhöre und andere Meinungen respektiere. Auch „bei wachsender Leistungsorientierung der Universität mit anspruchsvollen Zielen in Forschung und Lehre“ gelänge es dem Rektor, die „persönliche Atmosphäre an der Universität zu wahren“. Der Preis „Rektor des Jahres“ wird am 4. April 2016 auf der Gala der Deutschen Wissenschaft in Berlin verliehen. (mrs)
stats