Plagiatsvorwürfe

Backhaus behält Doktortitel

Die Plagiatsvorwürfe gegen den Landwirtschaftsminister Mecklenburg-Vorpommers, Till Backhaus, (SPD) haben sich als weitgehend haltlos erwiesen. Nach einer erneuten Prüfung der Arbeit entschied die Humboldt-Universität Berlin, ihm den Doktortitel nicht zu entziehen.

Dr. Till Backhaus
-- , Foto: Franklin Berger
Dr. Till Backhaus
„Plagiatsjäger“ hatten behauptet, dass die Doktorarbeit mit dem Titel „Betrachtungen zur Getreideproduktion in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 1900 und 2000“ in großen Teilen angeschrieben worden sei. Die Kommission zur Überprüfung von Vorwürfen wissenschaftlichen Fehlverhaltens der Humboldt-Universität hatte den Text daraufhin noch einmal untersucht und kam zu einem anderen Ergebnis. Die Humboldt-Universität betont, dass, nur vier Prozent der Vorwürfe in die Kategorie Plagiat einzuordnen sind und empfiehlt daher, von weiteren Untersuchungen zu der Arbeit abzusehen.

Backhaus‘ Doktorvater, Professor Norbert Makowski, hatte schon frühzeitig die Vorwürfe gegen den Minister als „haltlos“ zurückgewiesen. In der Regel habe Backhaus die Quellen genannt. Makowski attestierte Backhaus aber „eine gewisse Nachlässigkeit“, die sich auch in der Note wiedergespiegelt hätte. Die Arbeit hatte die Note „cum laude (gut)" erhalten. (SB)
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