„Sein plötzlicher Tod versetzt uns in tiefe Trauer“, erklärte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) Joachim Rukwied. „Die deutschen Bauernfamilien verlieren eine der bedeutendsten und profiliertesten Persönlichkeiten, die wie kein anderer die Agrarpolitik in Deutschland und Europa drei Jahrzehnte lang maßgeblich geprägt und gestaltet hat“, so Ruckwied weiter.

Constantin Freiherr Heereman
-- , Foto: LJV
Constantin Freiherr Heereman
Sein leidenschaftliches, unermüdliches und vor allem souveränes Engagement für die deutsche Landwirtschaft, für ein wiedervereintes Deutschland, für ein zusammenwachsendes Europa, für eine gemeinsame Währung und für eine soziale Agrarpolitik blieben. Freiherr Heereman habe mit seiner ihm eigenen entschlossenen, stets praxiskundigen und offenen Art nicht nur für die Interessen der Bauernfamilien in Deutschland und Europa gekämpft, sondern auch die Bedeutung des ländlichen Raums und der Landwirtschaft stark im öffentlichen Bewusstsein verankert. Kompetent, kommunikationsstark und mit tief verwurzelter Bodenständigkeit habe er sowohl der Politik als auch der Gesellschaft seine Ziele, Botschaften und Anliegen vermittelt. „Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt in diesen Stunden vor allem seiner Familie“, erklärte der DBV-Präsident.

Heereman war von 1969 bis 1997 Präsident des Bauernverbands und in den Jahren von 1983 bis 1990 Bundestagsabgeordneter. Er vertrat die Bauern in der Amtszeit von drei Bundeslandwirtschaftsministern und drei Bundeskanzlern. Von 1979 bis 1981 sowie von 1990 bis 1992 war er außerdem Präsident des europäischen Bauernverbands COPA, von 1982 bis 1986 Präsident des Weltbauernverbands IFAP. Heeremans Engagement fand auch goße öffentliche Anerkennung. Er wurde unter anderem mit dem Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. (kbo/SB)
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