Sachsen-Anhalt

Dalbert würdigt Verdienste von Wernicke

„Mit Petra Wernicke geht Sachsen-Anhalt eine die Landespolitik prägende Persönlichkeit verloren. In ihrer ersten Amtszeit als Landwirtschaftsministerin in den Jahren 1991 bis 1994 gestaltete sie den Strukturwandel im ländlichen Raum nach der friedlichen Revolution maßgeblich mit. Es war politisch eine harte Zeit. Dabei blieb sie immer bodenständig, mit einem offenen Ohr nah bei den Menschen, denn sie war eine von Ihnen. Als studierte Landwirtin, Leiterin eines volkseigenen Gutes (VEG) hatte sie „Stallgeruch“, war unter den Bäuerinnen und Bauern anerkannt, kannte ihre Sorgen und Nöte. Sie wusste, was und wie die Menschen in den Dörfern dachten, wie hart die Neuordnung der landwirtschaftlichen Strukturen viele Menschen traf. Wenn es ging, war sie vor Ort.

In ihrer zweiten Amtszeit von 2002 bis 2009 krempelte sie wieder die Ärmel hoch. Die Problemlagen wechselten und wurden komplexer, das Umweltressort kam hinzu und die Folgen des Hochwassers von 2002 waren zu bewältigen. Es gab es viel zu tun. 2009 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz. Dann warf eine schwere Krankheit die Kämpferin aus der Bahn, erklärt die amtierende Landwirtschaftsministerin Sachsen-Anhalts, Prof. Claudia Dalbert (Grüne) zum Tod von Petra Wernicke. (da)
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