Clemens Dirscherl
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Clemens Dirscherl

Dr. Clemens Dirscherl, langjähriger Geschäftsführer des Evangelischen Bauernwerks in Württemberg muss gehen: Der Vorstand hat den 58-Jährigen überraschend entlassen. Seit mehr als 25 Jahren war Dirscherl im Amt des Geschäftsführers. Nun scheitert die Zusammenarbeit an "grundsätzlich unterschiedlichen Vorstellungen über die Geschäfts- und Personalführung“, wie der Vorstand seine Entlassung begründet.

"Nach langer Diskussion haben wir durch eindeutige Abstimmung beschlossen, dass wir unsere Zusammenarbeit mit ihm nicht mehr fortsetzen wollen", heißt es in einer Mitteilung des Vorstands zur Trennung. Und weiter: "Für uns alle ist dies ein sehr schmerzlicher Prozess, der uns große Mühen und Kopfzerbrechen bereitet hat, aber am Ende doch unausweichlich war."

Hier finden Sie die vollständige Mitteilung des Vorstands: Mitteilung_Vorstands_Trennung_Dirscherl_20170424.pdf

Das Ende der Arbeit für den kirchlichen Verein aus Waldenburg-Hohebuch mit seinen rund 1.000 Mitgliedern bedeutet nicht zugleich das Ende der Arbeit von Clemens Dirscherl für die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD). Auch weiter ist Dirscherl Ratsbeauftragter der EKD für agrarsoziale Fragen. Der Sozialökonom, der seine Doktorarbeit über die vertikale Integration in der Landwirtschaft schrieb, ist nicht nur in der Kirche aktiv. Er gehörte auch dem Kompetenzkreis Tierwohl von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) an und ist im Beirat des Tierschutz-Labels des Deutschen Tierschutzbundes. Mit Aussagen wie „man muss sich zwischendurch klarmachen, dass die Welt nicht nur aus dem Ponyhof besteht“ oder „wir haben beim Evangelischen Kirchentag keine Gesichtskontrolle und keine Meinungskontrolle“, zieht er viel Aufmerksamkeit auch außerhalb von Kirchenkreisen auf sich. (az)
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