Henri Brichart ist Vizepräsident der europäischen Landwirtevertretung Copa.
-- , Foto: Copa­-Cogeca
Henri Brichart ist Vizepräsident der europäischen Landwirtevertretung Copa.

Vorsitzender der Gruppe ist Henri Brichart, Vizepräsident des französischen Bauernverbands FNSEA und Vizepräsident der europäischen Landwirtevertretung Copa. Stellvertretender Vorsitzender der Gruppe ist Jan Plagge, Präsident des deutschen Öko-Anbauverbands Bioland und Vize-Präsident der europäischen Vertretung des internationalen Dachverbands für den Öko-Anbau (Ifoam).

Brichart forderte in seiner Auftaktrede, die künftige Agrarpolitik müsse die Bedeutung der Landwirtschaft für die Ernährungssicherung, Wachstum und Arbeitsplätze berücksichtigen. Er sprach sich für eine Fortführung der Direktzahlungen aus. „Landwirte brauchen einfache und zuverlässige Regelungen im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik mit einheitlichen Regeln für die gesamte EU“, sagte er. Zudem müsse die GAP die Landwirte bei der Absicherung in volatilen Märkten unterstützen.

Plagge sprach sich für eine kritische Betrachtung der GAP aus. „Die Direktzahlungen aus der ersten Säule finanzieren in erster Linie den Besitz von Land und tragen nur unzureichend zur Stabilisierung der Einkommen bäuerlicher Betriebe bei“, kritisiert er. Zudem vermisst er einen wirksamen Schutz für die öffentlichen Güter Wasser, Boden, Biodiversität und Klima.

Die CDG ist das wichtigste Beratungsgremium der EU-Kommission für die GAP-Reform nach der laufenden Periode ab 2020. In der Gruppe vertreten sind GAP-Stakeholder von Umweltschutzverbänden bis hin zu großen Handelsverbänden. Im kommenden Jahr wird die EU-Kommission mit den Vorbereitungen der Reform beginnen. Dazu holt sie die Ansichten von agrarpolitischen Interessenvertretern und Nichtregierungsorganisationen in Europa ein und startet eine öffentliche Online-Konsultation, an der alle EU-Bürger teilnehmen können. (brs)
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