Danish Crown

Geschäftsführer tritt zurück

Steen Sønnichsen verlässt Danish Crown auf eigenen Wunsch.
-- , Foto: Steffen Bach
Steen Sønnichsen verlässt Danish Crown auf eigenen Wunsch.
Steen Sønnichsen, Geschäftsführer von Danish Crown Fleisch, verlässt das Unternehmen zum Monatsende. Der Manager trete mit sofortige Wirkung als Geschäftsführer zurück, werde aber noch bis Ende November beratend tätig sein, teilte Danish Crown mit. Der 49-Jährige war seit 1999 Geschäftsführer der deutschen Tochter des dänischen Schlachtkonzerns. Grund für das plötzliche Ausscheiden sind offenbar Umstrukturierungspläne, die sich aus der Anfang November beschlossenen 4WD-Strategie ergeben. Danach soll der Schlachthof in Essen/Oldenburg – das Herzstück von Danish Crown in Deutschland – künftig unter die Führung von Danish Crown Pork gestellt werden.

Starke Position auf deutschem Markt

„Steen Sønnichsen hat als Geschäftsführer von Danish Crown Fleisch Großes geleistet und die starke Position des Konzerns als die Nummer Vier, gemessen an Schlachtungen, auf dem großen und herausfordernden deutschen Markt gesichert. Es ist bedauerlich, dass wir auf Steen Sønnichsens Erfahrung und Kompetenz, die er sich in über 30 Jahren Berufserfahrung in unserm Sektor erworben hat, künftig verzichten müssen“, sagt CEO Jais Valeur.

Hauspreise sorgten für Unmut

Der Däne war in Deutschland nicht unumstritten. Erst kürzlich protestierte die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) gegen die Preispolitik von Danish Crown in Deutschland. Der Schlachthof in Essen/Oldenburg hatte immer wieder den VEZG-Vereinigungspreis mit Hauspreisen unterlaufen. Auch der Umgang mit Werksarbeitern, insbesondere die Zustände in den Unterkünften der osteuropäischen Arbeitskräfte, wurde von Kommunalpolitikern, Kirchenvertreter und Gewerkschaftsfunktionären kritisiert. (SB)
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