Dr. Reinhard Kendlbacher gewöhnt sich nach 30 Jahren als Geschäftsführer der I.G. Pflanzenzucht GmbH, München, nun an den Ruhestand. Auch im Ehrenamt hat er zahlreiche Verbesserung des Saatgutwesens angeschoben. Mit der Verabschiedung von Kendlbacher aus der I.G. Pflanzenzucht geht die volle Verantwortung nun auf Franz Beutl über, der bereits seit Anfang 2009 Kendlbacher in der Geschäftsführung unterstützt hat. Kendlbacher kann auf eine erfolgreiche Entwicklung der I.G. Pflanzenzucht zurückblicken. Die Gesellschaft verbucht 21 Prozent der Z-Saatgutumsätze in Getreide in Deutschland für sich, schildert Beutl die aktuelle Position. Bei Weizen sei derzeit ein Marktanteil von 32 Prozent erreicht. In den vergangenen Jahren wurde im Kreis der Gesellschafter der I.G. der Generationswechsel vollzogen. Auch der innere Zusammenhalt der Gesellschaft sei stark gewachsen, freut sich Beutl über die gute Ausgangsposition für die Zukunft.

Kendlbacher kann auch auf 15 Jahre als Sprecher der Kleinen Kommission Getreide (KKG) innerhalb des Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter (BDP) zurückblicken. In dieser Zeit gab es maßgebliche Entwicklungen in der Getreidesaatgutbranche, wie das QS-System Saatgetreide, Vereinfachungen in der Saatgutanerkennung und eine Neustrukturierung der VO-Verträge, sowie die Entwicklung des Nachbaugebührensystems. Zuversichtlich erwartet Kendlbacher eine gerechte Neugestaltung der Erhebung von Nachbaugebühren innerhalb des kommenden Jahres. Seine Nachfolge in der KKG hat Thomas Blumtritt, KWS Lochow, angetreten. (brs)
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