Gerd Sonnleitner ist Sonderbeauftragter der UN
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Gerd Sonnleitner ist Sonderbeauftragter der UN

Gerd Sonnleitner wurde am Wochenende zum UN-Sonderbotschafter für das „Internationale Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe“ berufen. Die Vereinten Nationen wollen im Jahr 2014 das Augenmerk der Weltöffentlichkeit auf die Bedeutung der Bauernfamilien lenken.

Eine familiär getragene Landwirtschaft sei Garant für die Überwindung von Hunger und Armut weltweit. Wichtig sei neben einer gesicherten Nahrungsmittelversorgung auch die Verbesserung der Lebens- und Umweltbedingungen.

In einer Videobotschaft an die UN-Vollversammlung in New York appellierte Sonnleitner, „die UN sollte sich auch als eine Lobby für die Modernisierung der Landwirtschaft und für eine nachhaltige Bewirtschaftung verstehen“. Außerdem müsse die Organisation ihre Möglichkeiten ausschöpfen, weltweit eine gute Regierungsführung, durchzusetzen. Gerade in den Entwicklungsländern müsste die Landwirtschaft wieder ins Zentrum der Politik gestellt werden.

Zudem gelte es, die Agrarforschung zu stärken und den Bauern Zugang zu Land und Eigentum zu sichern sowie die ländlichen Infrastrukturen zu verbessern. Ein bessere Position an den Agrarmärkten sowie die Möglichkeit der Vermarktung „auf Augenhöhe“ mit den Abnehmern, könne durch Erzeugergemeinschaften erreicht werden. (hed)
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