Bayern

Neue Umweltministerin ernannt

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat den bisherigen Umweltminister Marcel Huber zu seinem neuen Staatskanzleichef ernannt. Der 56-Jährige übernimmt an diesem Freitag den Posten von Christine Haderthauer, die wegen der sogenannten Modellauto-Affäre zurückgetreten war. Nachfolgerin von Huber im Umweltministerium wird Ulrike Scharf.

Die 46-jährige Reiseunternehmerin aus dem oberbayerischen Landkreis Erding gehört dem Landtag erst seit vergangenem Herbst wieder an, nachdem sie von 2006 bis 2008 schon einmal im Parlament gesessen hatte.

Scharf kennt Seehofer aus dem CSU-Präsidium. Dem gehört sie in ihrer Funktion als Schatzmeisterin an. Sie gilt zudem als erfolgreiche Netzwerkerin. Nach dem Abitur hat sie eine Ausbildung als Bankkauffrau absolviert und Betriebswirtschaft studiert. Sie betreibt ihr eigenes Reisebüro in Erding.

Für die Berufung von Scharf braucht Seehofer noch die Zustimmung des Landtags, der planmäßig erst Ende des Monats zusammen kommt. Scharfs rasanter Aufstieg geht dem Vernehmen nach hauptsächlich auf Ilse Aigner zurück, die Chefin der mächtigen CSU-Oberbayern.

In der Opposition des Landtags fiel Seehofers Personalvorschag für das Umweltresort durch. Scharf sei bislang nicht durch besondere Expertise aufgefallen, heißt es dort.

Marcel Huber ist die neue Schlüsselposition nicht fremd. Er war bereits 2011 für einige Monate Staatskanzleichef und kennt Haus und Aufgaben. Der Vorsitzende des Bundes Naturschutz in Bayern, Hubert Weiger, zeigte sich enttäuscht über den Wechsel im Umweltressort. Mit Huber habe man trotz mancher Konflikte gut zusammengearbeitet. (HH)
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