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Prof. F.Wolfgang Schnell, Emeritus der Universität Hohenheim und Pionier in der Pflanzenzüchtung, ist Ende vergangenen Jahres im Alter von 93 Jahren verstorben. Schnell, der 1913 in Bad Oeynhausen geboren wurde, studierte in Göttingen Landwirtschaft und übernahm 1952 die Leitung des Arbeitsgebiets "Fremdbefruchtende Getreidearten" am Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung. Nach seiner Habilitation 1963 wurde er an die Universität Hohenheim berufen, wo er bis 1981 den Lehrstuhl für Angewandte Genetik und Pflanzenzüchtung innehatte und als Direktor des Instituts für Pflanzenzüchtung mit Landeszuchtanstalt tätig war.

Schnell war ein international anerkannter Protagonist für die Anwendung moderner biometrischer Methoden in der Züchtung. Er entwickelte in Deutschland die erste Körnermais-Hybridsorte und legte wichtige Grundlagen für die Hybridzüchtung bei Roggen, würdigte ihn die Universität Hohenheim. Zudem war Schnell Namenspatron für die Stiftungsprofessur für Nutzpflanzenbiodiversität und Züchtungsinformatik in Zusammenarbeit mit der KWS Saat AG, Einbeck, die im Herbst vergangenen Jahres eingerichtet wurde. (ED)

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