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Rund 89 Prozent der Präsidenten der 60 Bauernverbände aus allen EU-Mitgliedstaaten sprachen Rukwied am Donnerstag in geheimer Wahl ihr Vertrauen aus. Er folgt dem Dänen Martin Merrild nach, der nicht mehr kandidierte.

„Das große Vertrauen, das mir meine europäischen Kollegen mit dieser Wahl entgegengebracht haben, ist zugleich Ehre und Verpflichtung für mich“, betont Rukwied. In seiner anstehenden zweijährigen Präsidentschaft gehe es darum, gemeinsam das Fundament Europas weiter auszubauen und die europäischen Landwirte zukunftssicher aufzustellen. Copa als starke Stimme der europäischen Landwirtschaft sei dafür unverzichtbar.

Der neue Copa-Präsident sprach sich für ausgewogene Handelsabkommen aus, in denen die europäische Landwirtschaft keinesfalls als Verhandlungsmasse betrachtet werden dürfe. In Bezug auf den EU-Austritt der Briten bemerkte Rukwied, dass die Finanzierunglücke im EU-Haushalt von jährlich 10,3 Mrd. € unbedingt wieder geschlossen werden müsse. Außerdem sollten Störungen im Handel durch den Brexit möglichst vermieden werden.

Auf der Sitzung im Donnerstagabend wurden auch sechs Vizepräsidenten von Copa gewält. Das sind Roberto Moncalvo von der italienischen Organisation "Coldiretti", Franz Reisecker von der österreichischen Landwirtschaftskammer (LKO), Martin Merrild vom "Danish Agriculture and Food Council", Joe Healy von der "Irish Farmers Association (IFA)", Henri Brichart vom größten französischen Agrarverband FNSEA, sowie Marian Sikora vom polnischen Bauernverband. (da/Mö)
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