Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner danken Gerd Sonnleitner, für sein langjähriges Engagement im Interesse der deutschen Landwirtschaft.

Der Abschied von dem ehemaligen Bauernpräsidenten fand am Dienstag mit einem Festakt im Deutschen Historischen Museum in Berlin statt. Ministerin Aigner würdigte seine große Fachkunde und die Kraft mit der er sich für seinen Verband engagierte. "Unsere Diskussionen waren immer geprägt von Fairness und gegenseitigem Respekt."

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte anlässlich der Verabschiedung, sie wolle den erfolgreichen Weg der deutschen Landwirtschaft weiterhin fördern, die große Herausforderungen wie Ernährungssicherung, Klimaschutz, Tierschutz und Energieversorgung meistern müssen.

Für Merkel sei die Lebensmittelproduktion weiterhin die Aufgabe Nummer Eins der Landwirtschaft. Der Kurs der Bundesregierung zur Energiewende und zur Einbeziehung der erneuerbaren Energien werde sich dadurch aber nicht ändern.

Mit dem DBV sei sich die Bundesregierung einig, dass die weltweit größte Herausforderung darin bestünde, genügend Nahrungsmittel für immer mehr Menschen zur Verfügung zu stellen. Daher sprach sich Merkel auch für eine strengere Kontrolle des Handels mit Agrarrohstoffen aus. Nötig seien "mehr Transparenz auf den Agrarmärkten und eine bessere Regulierung der Warenterminmärkte", sagte sie am Dienstag in Berlin

21 Jahre lang stand Sonnleitner an der Spitze des Bayerischen Bauernverbandes. Im Jahr 1997 hatte er schließlich die Leitung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) von Constantin Freiherr von Heereman übernommen. Sein Amt als Präsident der Europäischen Landwirte wird Sonnleitner noch bis 2013 wahrnehmen. (az)
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