Bayern-Ei

Stefan Pohlmann aus der Haft entlassen


Pohlmann müsse voraussichtlich nicht mit der Verhängung einer längeren Freiheitsstrafe rechnen. Damit entfalle der Anreiz einer Flucht, so die Argumentation des Landgerichts. Der 45-jährige war im August 2015 festgenommen worden. Medien hatten zuvor berichtet, dass ein grenz- länderübergreifender Salmonellenausbruch mit etwa 500 Erkrankten und mehreren Toten seinen Ursprung in dem Betrieb von Pohlmann gehabt haben soll. In den Ställen von Bayern-Ei in Niederbayern waren mehrfach Salmonellenbefall nachgewiesen worden. Dennoch ließ die die Geschäftsführung weiterhin Eier für den menschlichen Verzehr ausliefern. Nach Ansicht des Gerichts gibt es jedoch keinen gesicherten Nachweis, dass ein Patient aus Österreich tatsächlich wegen einer durch Bayern-Ei verursachten Salmonellen-Infektion verstarb. Mittlerweile prüft die zuständige Staatsanwaltschaft in Regensburg, ob sie gegen die Entscheidung des Landgerichts Beschwerde einlegen wird. (HH)
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