Ablösung

Dreyfus mit neuer Führungsriege


Ian McIntosh wird CEO des Handelsunternehmens.
Foto: LDC
Ian McIntosh wird CEO des Handelsunternehmens.

Die Louis Dreyfus Company (LDC) organisiert die Führungsspitze neu, nachdem zwei Manager das Unternehmen verlassen haben. Es kommt zu drei Beförderungen.

Als Chief Executive Officer (CEO) ist Ian McIntosh berufen worden, der bisher im Vorstand die Unternehmensstrategie verantwortete. Der Manager löst Gonzalo Ramírez Martiarena ab, der nach 13 Jahren Zugehörigkeit zu LDC, darunter die letzten drei Jahre als CEO, das Unternehmen verlässt. Martiarena werde, wie es heißt, „andere Chancen verfolgen".

McIntosh arbeitet seit 1986 für die Louis Dreyfus-Gruppe. Der Brite startete seine Karriere im Heimatland, kehrte nach Aufenthalten in Paris und Melbourne zurück nach London, wo er den internationalen Zuckerhandel leitete. Später kamen weitere globale Verantwortlichen hinzu, darunter auch der Getreidehandel. Spezielle Erfahrung hat McIntosh in der Schwarzmeerregion.

Neben dem Wechsel im Vorstandsvorsitz gibt die Holding der LDC zwei weitere personelle Veränderungen im Vorstand bekannt.

  • Neuer Finanzchef wird Federico Cerisoli, bisher Stellvertretender Chief Financial Officer. Der Argentinier folgt auf Armand Lumens, der nach Unternehmensangaben „aus persönlichen Gründen" gekündigt hat.
  • Patrick Treuer folgt als Chief Strategy Officer auf McIntosh. Der Schweizer war bisher schon für die globale Strategie des Handelsunternehmens zuständig.

 

Stark am Schwarzen Meer und in Asien

LDC hat 2017 mit dem Handel von Getreide und Ölsaaten sowie von Spezialitäten wie Fruchtsäfte oder Milchpulver einen Umsatz von 43 Mrd. US-$ erzielt. Das Unternehmen zählt zur ABCDG-Gruppe (ADM, Bunge, Cargill, Dreyfus, Glencore), die im internationalen Agrarhandel den Ton angibt. LDC wird seit 166 Jahren als Familienunternehmen geführt und ist in allen Weltregionen vertreten. In Europa punktet LDC mit einer starken Getreideerfassung in der Ukraine und in Russland, um von dort aus den Importbedarf in den afrikanischen und arabischen Ländern zu decken. Wichtig ist auch das Asiengeschäft – und hier besonders die Sojalieferungen aus Nord- und Südamerika nach China.

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