Ablösung

Wechsel in Brasiliens Agrarministerium


Tereza Cristina da Costa Dias stammt aus dem für die Agrarerzeugung wichtigen Bundesstaat Mato Grosso de Sul.
Foto: Michel Jesus/Abgeordnetenkammer
Tereza Cristina da Costa Dias stammt aus dem für die Agrarerzeugung wichtigen Bundesstaat Mato Grosso de Sul.

Mit dem Wechsel im Präsidentenamt wird in Brasilien das Agrarministerium neu besetzt. Eine Zusammenlegung mit dem Umweltressort ist offenbar vom Tisch.

Tereza Cristina da Costa Dias ist als Landwirtschaftsministerin Brasiliens ernannt worden, meldet Agra Europe London. Dias ist eine Agronomin, die aus dem für den Soja- und Maisanbau wichtigen Bundesstaat Mato Grosso do Sul stammt. Dort war sie bisher in der Regionalregierung für Agrarentwicklung zuständig. Außerdem hat sie im brasilianischen Kongress die Agrarlobby vertreten, die den neu gewählten Präsidenten Jair Bolsonaro unterstützt hat. Dias folgt auf den Agrarindustriellen Blairo Maggi, der seit Mai 2016 im Amt war.

Die neue Ministerin hat sich bisher gegen eine Zusammenlegung von Agrar- und Umweltministerium ausgesprochen. Deswegen sei es unwahrscheinlich, dass Präsident Bolsonaro seine diesbezüglichen Pläne weiter verfolgt, berichtet Agra Europe London weiter. Er hatte im Wahlkampf den Farmern eine solche Zusammenlegung mit dem Argument schmackhaft gemacht, dass dadurch bürokratische Auflagen verringert werden könnten.

Bolsonaro sorgt sich um Exportmärkte

Schwerer wiegt jetzt offenbar aber die Befürchtung, dass eine Schwächung der Umweltgesetze Brasiliens Reputation auf den Exportmärkten schädigen könnte. Europäische Agrarerzeuger könnten außerdem wegen unfairer Wettbewerbsbedingungen klagen, sollten die Standards in Brasilien sinken.

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