Agrarunternehmer des Jahres Christian Dreyer

Besonnener Teamplayer


Christian Dreyer hat viel Gespür für die technischen Bedürfnisse der Landwirte.
Foto: Alciro Theodoro da Silva
Christian Dreyer hat viel Gespür für die technischen Bedürfnisse der Landwirte.

Als kluger und besonnener Kopf mit ausgesprochenem Teamgeist gilt Christian Dreyer und ist mit dem Preis "Agrarunternehmer des Jahres 2019" ausgezeichnet worden.

Seit 20 Jahren ist er einer der Geschäftsführer der Amazonen-Werke im niedersächsischen Hasbergen-Gaste und seit 25 Jahren im Unternehmen tätig. Mit Weitblick und wegweisenden Konzepten hat er das Traditionsunternehmen, das 1883 von seinem Urgroßvater gegründet wurde, zu einem international ausgerichteten Landtechnik-Anbieter entwickelt.

Das Geschäft hat er quasi von der Pike auf gelernt. Er studierte Wirtschaftsingenieurwesen, sammelte Praktika-Erfahrung im Vertrieb von Landmaschinen in England und Frankreich. Aber sein Weg führte den jungen Dreyer nicht sofort in das Familienunternehmen. Zunächst arbeitete er für ein Unternehmen, das Zubehör für die Erdölförderung produzierte, und anschließend bei einem Hersteller von Werkzeugmaschinen, wo er Einblicke in Produktion und Organisation gewann. 1994 war dann die Zeit reif für den Einstieg in die Amazonen-Werke.


Seine erste Aufgabe im Stammwerk in Gaste war die Arbeitsvorbereitung mit Schwerpunkt Fertigungsorganisation. Ein Jahr später optimierte er in der französischen Amazone-Tochter die Einsatzplanung von Direktlieferungen aus den Werken zu den Händlern. Dass er ein Händchen für gute Organisation und Führung hat, zeigte sich schon damals: Das Umsatzvolumen erhöhte sich und die Logistikkosten konnten gesenkt werden.


Seine Auslandserfahrung und das Motto des Firmengründers: "Wir müssen hinaus in die Welt" haben ihn prädestiniert dafür, neue Märkte zu erschließen. Mit viel Gespür hat er maßgeblich das Landtechnikgeschäft in Russland aufgebaut, was 1996 mit der Gründung eines Produktionsstandortes in Samara begann. Seitdem sind die Auslandsaktivitäten kontinuierlich ausgebaut worden. Der Exportanteil ist von 30 Prozent zu Beginn der 1990er Jahre auf 80 Prozent heute gestiegen. Landtechnik von Amazone geht in mehr als 70 Länder und ist vielfach im In- wie Ausland für seine gute Qualität und Innovation ausgezeichnet worden.

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"Das ist nicht zuletzt eine Teamleistung aller Mitarbeiter", betont Dreyer immer wieder. Er übernahm 1999 die Geschäftsführung von seinem Vater Klaus Dreyer, dem es gelungen sei, sich selbst zurückzunehmen und ebenso unaufgeregt wie diplomatisch den Stab der Leitung zu übergeben, wie ein Wegbegleiter der Familie es beschreibt. Diese Eigenschaften zeichnen auch Christian Dreyer aus, dessen Kinder zwar noch ihre eigenen Wege gehen, aber bereits jetzt vielfaches Interesse am Unternehmen zeigen. Der Weg scheint bereitet, dass das Traditionsunternehmen auch weiterhin familiengeführt bleiben wird.

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