Führungswechsel

Ex-Grünen-Chefin wieder Lobbyistin


Foto: Grüne

Der Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) hat eine neue Präsidentin. Sie ist aus der Bundespolitik bestens bekannt und appelliert gleich an die ehemaligen Kollegen, ihre Aufgaben im Sinne der Klimaziele zu erfüllen. 

Der BEE wählte Dr. Simone Peter einstimmig zur neuen Präsidentin. Die 52-jährige promovierte Biologin war zuvor Bundesvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen. Das Amt hat nun Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Robert Habeck übernommen. Damit hat erstmals bei den Grünen eine Person gleichzeitig ein Amt in der Partei und einen Ministerposten inne. 

Von 2012 bis 2013 gehörte Peter dem Landtag des Saarlandes an. Als Ministerin für Umwelt, Energie und Verkehr war sie von 2009 bis 2012 mit der Umsetzung der Energiewende im Stahl- und Kohleland Saarland betraut.

Seit Beginn ihrer Laufbahn engagiert sich Peter für den Ausbau der Erneuerbaren Energien: von 2001 bis 2004 zunächst im Dienste der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien (Eurosolar), von 2004 bis 2009 als Geschäftsführerin der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). Deutschland habe das Know-how und die Potenziale, die Energiewende voranzutreiben und wieder Vorreiter zu werden, erklärt Peter zum Amtsantritt. Die neue Bundesregierung müsse deshalb alles daran setzen, um das Klimaziel 2020 noch zu erfüllen und den Klimaschutzpfad in Richtung 2030 und 2050 gemäß den internationalen Verpflichtungen zu beschreiten.

Peter folgt auf Dr.-Ing. E.h. Fritz Brickwedde, der seit Oktober 2013 Präsident des Dachverbands der Erneuerbare Energien-Branche war und sein Amt aus persönlichen Gründen abgibt.

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