Pflanzenbau

Wageningen ruft Kieler Professor


Prof. Friedhelm Taube ist seit mehr als 20 Jahren Professor für Grünland und Futterbau an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
Foto: Jürgen Haacks/ Uni Kiel
Prof. Friedhelm Taube ist seit mehr als 20 Jahren Professor für Grünland und Futterbau an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Der Kieler Professor für Grünland und Futterbau, Friedhelm Taube, hat einen Ruf für eine zusätzliche Professur an der niederländischen Universität Wageningen erhalten.

Seit März dieses Jahres hat Prof. Friedhelm Taube mit einer 20-Prozent-Stelle eine Professur für "Grass Based Dairy Systems" an der niederländischen Universität Wageningen inne. In den nächsten fünf Jahren soll er das Forschungsgebiet Grünlandwissenschaften in Wageningen aufbauen. Es soll thematisch die Interaktionen zwischen Boden, Pflanzen und Wiederkäuern aufgreifen und darüber hinaus Nährstoffüberschüsse und Futtermittelimporte behandeln. Die Professur, die bisher am Lehrstuhl für Nutztierproduktionssysteme angedockt ist, soll langfristig voll besetzt werden, teilt die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) mit. In Kiel ist Taube seit 1995 Professor an der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät.

Lehrstuhl seit 20 Jahren nicht mehr besetzt

Die Anzahl der Professuren für Grünland sei seit den 1990er Jahren in Deutschland wie in Europa zurückgegangen, teilt die CAU mit. In den Niederlanden, einem Land mit mehr als 55 Prozent Grünlandanteil an der landwirtschaftlichen Fläche, sei diese Professur seit über 20 Jahren nicht mehr besetzt worden. "Die daraus resultierenden Defizite in Forschung und Lehre wurden nun zunehmend evident", sagt Taube. Der niederländische Bauernverband, Unternehmen der Milchindustrie und die Universität Wageningen finanzieren die Professur sowie zwei Doktorandenstellen.

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