Hessen

Karsten Schmal wiedergewählt


Karsten Schmal
Foto: DBV
Karsten Schmal

Der Präsident des Hessischen Bauernverbandes Schmal wurde heute in Vöhl am Edersee von den Mitgliedern für fünf Jahre wiedergewählt. Die Landesagrarpolitik hält er für zunehmend ideologisch geprägt.

Schmal erhielt 104 von 109 gültig abgegebenen Stimmen. Damit votierten 95 Prozent der Delegierten für Schmal. Er steht seit 2015 an der Spitze des Hessischen Bauernverbandes und wurde Ende dieses Jahres zu einem der vier Vizepräsidenten des Deutschen Bauernverbandes gewählt. Als DBV-Milchpräsident vertritt Schmal die Interessen der deutschen Milcherzeuger. Der 53-jährige Agraringenieur bewirtschaftet mit seiner Familie in Waldeck-Sachsenhausen einen Futterbaubetrieb mit 200 Milchkühen und 230 ha landwirtschaftlicher Fläche.

In seiner Rede vor den Delegierten am Donnerstag in Vöhl zeigte sich Schmal enttäuscht von der zunehmend ideologisch geprägten Landesagrarpolitik. Das gelte für die Sauenhaltung in Bezug auf die Umsetzung des Kastenstandurteils und das Auslaufen der betäubungslosen Ferkelkastration. Kritik übte Schmal auch an dem abrupten Ende der Schulmilchkakaoförderung in Hessen und an der „Glyphosat-Ausstiegsstrategie“ auf Landesebene.

 „Wir müssen den EU-Agrarhaushalt in beiden Säulen stabil halten, die Flächenzahlungen fortführen, Wettbewerbsverzerrungen im Binnenmarkt vermeiden und die Agrarförderung endlich vereinfachen“, sagte Schmal mit Blick auf die künftige Ausrichtung der EU-Agrarpolitik nach 2020. Mit seiner Klimastrategie, wonach die Landwirtschaft anstrebe, die eigenen Emissionen bis 2030 um 30 Prozent zu senken und den Beitrag durch nachwachsende Rohstoffe und Bioenergie zu verdoppeln, stelle sich der Bauernverband zukünftigen Herausforderungen. Das gelte auch für die vom Berufsstand formulierte Ackerbaustrategie und die Initiative Tierwohl.

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