Jan Plagge will in Zukunft die Brüsseler Agrarpolitik stärker mitgestalten
Foto: Bioland
Jan Plagge will in Zukunft die Brüsseler Agrarpolitik stärker mitgestalten

Der deutsche Bioland-Präsident Jan Plagge wird Chef des europäischen Öko-Dachverbandes IFOAM. Sein Ziel: Die Neuausrichtung der GAP.

Der europäische Spitzenverband der Bio-Bewegung hat einen neuen Präsidenten. Jan Plagge folgt auf den Briten Christopher Stopes, der dem Spitzenverband neun Jahre lang vorstand. Zuvor war Plagge zwei Jahre lang Vize-Präsident der „Internationalen Vereinigung der ökologischen Landbaubewegung“ (IFOAM).

"Europa ist längst bereit für den ökologischen Landbau sowie für mehr Bio in Lebensmittelverarbeitung und Handel. Wenn die EU-Politik nun für Betriebe und Unternehmen entsprechende Rahmenbedingungen schafft, wird ‚organic on every table‘ bald Realität sein", sagt Plagge.

Als größte Chance sieht Plagge, die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU neu auszurichten. Dabei geht es ihm vor allem um die Honorierung der Bereitstellung öffentlicher Güter. „Es ist absehbar, dass die Mitgliedsstaaten künftig mehr Verantwortung dafür haben werden, wie sie die GAP an ihre Bedingungen anpassen, um die EU-Umweltziele zu erreichen“, sagt Plagge. IFOAM will dafür sorgen, dass Landwirte für mehr Umwelt-, Klima- und Tierschutz entlohnt werden.

Öko gebündelt

Die IFOAM EU ist die Dachorganisation der Erzeuger, Verarbeiter und Händler ökologischer Lebensmittel in Europa. Sie hat knapp 200 Mitglieder aus 33 Ländern. 

Themen:
Jan Plagge GAP

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