Neue Regierung

Tereza Cristina lenkt Brasiliens Landwirtschaft

Die Agraringenieurin Tereza Cristina ist die neue brasilianische Landwirtschaftsministerin.
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Die Agraringenieurin Tereza Cristina ist die neue brasilianische Landwirtschaftsministerin.

Seit Jahresbeginn hat Brasilien eine neue Regierung. Das Landwirtschaftsministerium leitet eine Frau, die Agraringenieurin Tereza Cristina. Das gefällt manchen gar nicht.

Tereza Cristina war zehn Jahre lang für die Landwirtschaft im Bundesland Mato Grosso do Sul, eine bedeutende landwirtschaftliche Region im Südosten Brasiliens, verantwortlich. Außerden vertritt sie als Vorstand der Organsation "Bancada ruralista" die Interessen der Agrarwirtschaft in der Politik. Gegenstand der Kritik an der Personalie Cristina ist unter anderem die Übertragung der Verantwortung für die Schutzgebiete der indigenen Völker auf die 64-Jährige. Bislang war das Amt für indigene Angelegenheiten (Funai) zuständig. Jetzt ist der Bereich der neuen Landwirtschaftsministerin zugeordnet. Kritiker fürchten, dass Cristina wenig Interesse am Schutz der Ureinwohner und der Umwelt haben dürfte. 

Der neue rechtspopulistische brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hatte schon im Wahlkampf angekündigt, dass es keine neuen Schutzgebiete geben werde. Die Umstrukturierung begründete er mit zu viel Macht des Funai.  „Wir haben jetzt die einzigartige Möglichkeit, unser Land neu aufzubauen“,  sagte Bolsonaro bei seiner Amtseinführung. Er kündigte die Bekämpfung der Korruption an. 
Zudem soll Medienberichten zufolge Bolsonaro planen, aus dem Pariser Klimaschutzabkommen auszusteigen und Regenwald abzuholzen. 



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