Rücktritt

Schweinepest kostet Agrarminister das Amt


Polens Agrarminister Krzysztof Jurgiel ist am Montag zurückgetreten
Foto: premier.gov.pl
Polens Agrarminister Krzysztof Jurgiel ist am Montag zurückgetreten

Polens Agrarminister Krzysztof Jurgiel ist am Montag zurückgetreten. Aus persönlichen Gründen, heißt es offiziell. Medien berichten, dass sein Stuhl schon länger wackelt.

Der Politiker der nationalkonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) war seit November 2015 Agrarminister in Warschau. Er wollte in seiner Amtszeit den Strukturwandel in der Landwirtschaft bremsen, die Spekulationen mit Agrarland stoppen und die ländlichen Räume wirtschaftlich aufwerten. Eine der größten Herausforderungen stellte für ihn – wie bereits für seine Vorgänger – allerdings die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) dar. Seit Jahren kann die Tierseuche, die vor allem den Osten des Landes bedroht, nicht eingedämmt werden.

PiS-Partei fürchtet Stimmenverluste bei Kommuinalwahlen

Polnische Medien berichten, dass Jurgiels Posten als Agrarminister schon länger wackelt. „Die Entlassung hing in der Luft“, schreibt die Newsweek Polska. In Polen stehen im Herbst 2018 die Kommunalwahlen bevor, und die PiS-Partei fürchtet, Wählerstimmen im ländlichen Raum zu verlieren. Über die politische Zukunft Jurgiels wird ebenfalls spekuliert. Der 64-Jährige könnte noch einen Abgeordnetenposten im Europäischen Parlament bekommen.

Nachfolger von Jurgiel könnte Jan Krzysztof Ardanowski werden, berichten die polnischen Medien weiter. Der 57-jährige Agraringenieur gehört ebenfalls der PiS an und war bereits mehrere Jahre Präsident des Nationalen Rates der Landwirtschaftskammern. Er verfügt über vielfältige Erfahrungen in verschiedenen Positionen. Von 2005 bis 2007 war er auch schon einmal Staatssekretär im polnischen Agrarministerium.

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