Der neue Generaldirektor der FAO Qu Dongyu
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Der neue Generaldirektor der FAO Qu Dongyu

Der Chinese Qu Dongyu erhält die meisten Stimmen bei der Wahl zum neuen FAO-Generaldirektor. Die europäische Kandidatin Catherine Geslain-Laneelle musste eine Niederlage einstecken.

Laut Medienberichten war der Wahl ein Machtkampf zwischen der EU und China vorausgegangen. Qu Dongyu erhielt dennoch im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit bei den Wahlen am Wochenende in Rom. Mit 108 Stimmen setzte sich der erfahrene Agrarpolitiker gegen die von Deutschland und der EU favorisierte Französin Catherine Geslain-Lanéelle (71 Stimmen), und den früheren georgischen Landwirtschaftsminister Davit Kirvalidse (12 Stimmen) durch. 

Die EU-Mitgliedstaaten hatten sich mit der Französin erstmals auf eine gemeinsame Kandidatin geeinigt. Die USA unterstützten die europäische Kandidatin nicht. 

Der 55-jährige Qu war bisher stellvertretender chinesischer Agrarminister und studierte vorher an der niederländischen Universität Wageningen. Qu Dongyu wird den Posten des Generalsekretärs der FAO am 1. August für vier Jahre übernehmen. Er ist der erste Chinese an der Spitze der FAO.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner gratulierte und mahnte zugleich: „Ich erwarte, dass Dr. Qu, der aus dem bevölkerungsreichsten Land der Erde stammt und in Europa promoviert hat, den Gedanken des Multilateralismus, der Zusammenarbeit auf Augenhöhe auch in seine neue Position trägt."

Qu Dongyu folgt auf den Brasilianer José Graziano da Silva als Generaldirektor, der die Organisation acht Jahre lang geleitet hatte. 

Die FAO ist eine Organisation der Vereinten Nationen mit dem Ziel, den Hunger in der Welt zu bekämpfen.



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