Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband

Röring wiedergewählt

Das neue WLV-Präsidium (v.r.n.l.): Wilhelm Brüggemeier (Vizepräsident), Johannes Röring (Präsident), Henner Braach (Vizepräsident).
Bild: WLV
Das neue WLV-Präsidium (v.r.n.l.): Wilhelm Brüggemeier (Vizepräsident), Johannes Röring (Präsident), Henner Braach (Vizepräsident).

Rund 100 Delegierte des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband wählen turnusmäßig ihr Präsidium neu. Die Delegierte haben eine ganze Menge Anliegen. Allesamt „wichtig“ und „dringend“.

Das alte Präsidium ist zugleich auch das Neue. Die rund 100 Delegierten der 19 Kreisverbände des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV) wählten den bisherigen Präsidenten Johannes Röring sowie seine Vizepräsidenten Wilhelm Brüggemeier und Henner Braach wieder. Das Trio ist seit 2012 im Amt. Gemäß der Satzung des WLV wird das Präsidium des Interessensverbandes alle drei Jahre gewählt. Der VWL hat knapp 40.000 Mitglieder.

Die Delegierten diskutierten ihre Liste mit Forderungen an die Politik. Diese enthielt unter anderem „wirtschaftlich tragfähige Lösungen für Vorgaben zur baulichen Ausgestaltung von Sauställen, die Ferkelkastration und eine Regelung gegen Stalleinbrüche. Alt- und Neupräsident Röring dürfte das ein besonderes Anliegen sein. Ihm wurden 2015 nach einem Einbruch in die Krankenbucht seines Stalles schwere Vorwürfe über den Zustand der dortigen Tiere gemacht. Die Delegierten forderten rechtliche Schritte, damit sie die Einbrüche von Tierrechtlern nicht mehr fürchten müssten.

Ganz und gar unzufrieden war die Versammlung mit dem kürzlich vorgelegten Vorschlägen zur Ausgestaltung der europäischen Agrarförderung nach 2020. Die Vorstellung, höhere Umweltauflagen mit niedrigeren Direktzahlungen und mehr nationalen Freiräumen zu kombinieren, ließ die Delegierten um ihre wirtschaftliche Situation fürchten. So werde es zu einer Wettbewerbsverzerrung innerhalb der EU kommen.

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