Ackerkontrolle

Der Blick auf die Felder lohnt!


Auch unter trockenen Bedingungen sollen Acker und Feldränder gründlich kontrolliert werden. Durch Beobachtung benachbarter Schläge lässt sich der voraussichtliche Schädlingsdruck im Raps abschätzen.

 

Das gilt gerade auch für den Erdfloh. Ist bereits auf Ausfallrapspflanzen massiver Lochfraß zu beobachten, ist mit einem frühen, starken Zuflug in frisch auflaufenden benachbarten Raps zu rechnen, wenn der Ausfallraps eingearbeitet wird.

Auf dem Ausfallraps kann auch der Befall mit anderen Schädlingen wie Blattläusen oder Kohlfliegen kontrolliert werden. Unter den trockenen Bedingungen, die 2016 herrschten, konnten sich Blattläuse 2016 in Ost-Deutschland stärker etablieren. Die Folge des Blattlausbefall waren Pflanzenausfälle durch Saugschäden (Pflanzen vertrockneten) oder Infektionen mit dem Wasserrübenvergilbungsvirus (TuYV). In diesem Jahr scheint es verbreitet für die Vermehrung der Blattläuse zu trocken zu sein.


In den Stoppeln und auf den Feldrändern lässt sich auch die Verbreitung von Feldmäusen beobachten. Unter trockenen Bedingungen können sich diese schnell vermehren und massenhaft auftreten. Allerdings muss dazu genug Futter zur Verfügung stehen. Das ist dort der Fall, wo das Ausfallgetreide trotz der Trockenheit auflaufen konnte.

Die Feldmaus ist nach elf bis 13 Tagen nach der Geburt geschlechtsreif. Im Herbst sind noch 2 bis 4 Würfe möglich. Bei 4 bis 6 Nachkommen je Wurf kann ein Mäusepaar im Herbst noch bis zu 200 Nachkommen produzieren. Wenn von diesen nur 10 Prozent den Winter überleben, ist im kommenden Jahr mit einer Mäuseplage zu rechnen. Deshalb dürfen einzelne Mäuselöcher, die vor allem im Randbereich der Schläge zu finden sind, nicht unterschätzt werden.

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