Bakterienbefall bei Kartoffeln

Schwarzbeinigkeit tritt häufiger auf


In letzter Zeit hat der Befall mit Schwarzbeinigkeit in den Kartoffeln rasant zugenommen. Diese Krankheit wird durch verschiedene Bakterienarten hervorgerufen, welche den beiden Gattungen Pectobacterium und Dickeya zugeordnet werden.

Verbreitet findet man derzeit in Konsum-, aber auch in Vermehrungsbeständen massiven Befall mit folgenden Symptomen:
  • Blattwelke, ausgehend von oberen Blattetagen
  • Meist dunkel, breiige Verfärbung am Stängelgrund oder an der Wurzel
  • Stechender Geruch

Diese Symptome weisen auf einen Befall mit Pectobakterien hin. Bei der Übertragung dieser Erreger spielt das Pflanzgut eine entscheidende Rolle. Latent befallenes Pflanzgut breitet sich unter staunassen Bedingungen oder Starkregen aus. Dadurch werden auch Tochterknollen befallen.

Auch ein Zerfall der Mutterknollen wird beobachtet und führt ebenfalls bei ausreichender Bodenfeuchte oder Staunässe zu einem direkten Befall der Tochterknollen über Stolonen oder Lentizellen. Davon sind auch benachbarte Pflanzen betroffen.

Um den bakteriellen Befall dieser Erreger zu dezimieren, muss folgendes beachtet werden:

  • Bodenverdichtungen vermeiden
  • möglichst schonende Ernte und Lagerung
  • möglichst hohen Hygienestatus von Lager- und Gerätetechnik einhalten
  • mehrmaliges Bereinigen von Vermehrungsbeständen

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