Bodentest

Der Spaten als „Analysewerkzeug“


Der erste Schritt nach der Ernte ist die Bodenbearbeitung. Nach dem Schema „Was im letzten Jahr gut war, ist in diesem Jahr auch gut“ kann man nicht arbeiten. Erst der Blick in den Boden gibt Hinweise für die in diesem Jahr „optimale“ Bodenbearbeitung.

Wichtigstes Instrument zur Begutachtung des Bodens ist und bleibt der Spaten. Mit diesem können Sie den Boden 30 bis 40 cm tief aufgraben und feststellen, welche Bearbeitung passt oder nicht.

Mit der Spatenprobe lassen sich Strukturzustand und Verdichtungen erfassen. Kann der Spaten bis 25 oder gar 30 cm ohne großen Widerstand in den Boden eindringen, ist das optimal. Ist das nicht der Fall, müssen Tiefe und Mächtigkeit der Verdichtung festgestellt werden. Dazu sollten Sie ein Loch in den Ausmaßen 30 cm x 30 cm x 40 cm graben. Mit der Messerspitze können Sie die genaue Tiefe der Verdichtung erkunden.

Ob der Boden in der jeweiligen Schicht trocken, feucht oder zu nass ist, lässt sich mit dem folgenden Test ermitteln. Erde aus der vorgesehenen Bearbeitungsschicht in die Hand nehmen und versuchen diese mit den Fingern zu zerdrücken und zerbröseln. Zerfällt die Erde leicht, ist die Bearbeitung möglich, lässt sich die Erde nicht zerbröseln, sondern schmiert bloß und klebt, würden Arbeitsgeräte das gleiche machen und dadurch nur weitere Schmierschichten und Schadverdichtungen produzieren. Ist die Erde „steinhart“ werden durch eine tiefe Bodenbearbeitung ohne Vorarbeit grobe Kluten, die danach bei anhaltender Trockenheit kaum mehr bis gar nicht mehr zu zerkleinern sind, produziert.

Erst wenn Sie wissen, in welchem Zustand sich der Boden nicht allein an der Oberfläche, sondern auch in der Tiefe befindet, kann die richtige Wahl der Geräte und Arbeitstiefe getroffen werden.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats