Cercospora Blattfleckenkrankheit

Ab wann sollte wieder behandelt werden?


In vielen Zuckerrüben-Beständen ist kein fungizider Schutz mehr gegen Cercospora beticola aus der letzten Behandlung vorhanden. Bei entsprechendem Wetter droht eine Neuinfektion mit dem Pilz.

Strobilurin-Azol Kombinationen haben eine max. Wirkungsdauer von ca. 22 Tagen, sofern keine Strobilurinresistenzen vorliegen. Reine Azolkombinationen liegen bei ca. 18 Tagen. Für eine erfolgreiche Neuinfektion aus bereits vorhanden Sporenlagern (Primärinfektion) sind hohen Temperaturen von 25 – 35 Grad bei relativ hoher Luftfeuchtigkeit von 90 bis 95 Prozent über mind. 5 Stunden Voraussetzung. Durch diese horizontale Verbreitung entwickelt sich eine Epidemie. Die Inkubationszeit beträgt ca. 220 – 280 Gradtage.

Bei der derzeitigen Witterung mit zu kurzen Tauphasen ist eine Infektionswahrscheinlichkeit eher gering. Aus diesem Grund sollten die Bestände weiterhin auf Cercosporaflecken kontrolliert werden. Hier bieten sich vor allem Rübenschläge in unmittelbarer Nachbarschaft von vorjährigen Rüben, bekannte Frühbefallsflächen ober anfällige Sorten zur Bonitur an.

Bei zu erwartenden Infektionswetter muss eine Behandlung erfolgen. Hier bieten sich vor allem in Resistenzgebieten Kombinationen aus Triazol + Prochloraz + (Morpholin) an. Wirkstoffkombinationen zeigen einen besseren Bekämpfungserfolg gegen Cercospora. In Resistzengebieten hat sich die Zumischung von Cu-Hydroxid bewährt. Die Maßnahmen sollten früh morgens in den Tau appliziert werden.

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