Cercospora-Resistenz Fungizide

Fungizideinsatz bei Cercospora-Resistenz


Die sichere Bekämpfung von Cercospora beticola war bislang in Deutschland mit Hilfe von Fungiziden und einer passenden Strategie immer gewährleistet. In Italien, Österreich und Tschechien sieht das anders aus.

In Italien, Österreich und Tschechien sieht das anders aus. Dort wirken Fungizide wie Strobilurine gar nicht mehr. Die Ursache dafür ist eine Cercospora-Rasse (G134A) mit hochgradiger Resistenz gegen Strobilurine. Bei der Wirkung von Triazolen (z.B. Cyproconazol Epoxiconazol und Difenoconazol) ist ein „shifting“, also eine schrittweise Wirkungsminderung zu beobachten, der man mit höheren Aufwandmengen noch entgegen wirken kann.

Das Risiko von Resistenzen wird durch die Kombination der Rübenfungizide mit Kupfer-Mitteln (Kupferhydroxid, Funguran, derzeit Notfallzulassung in Bayern) vermindert.

Nachdem die Resistenz-Problematik vor unserer „Haustür“ steht und sich vielleicht schon festgesetzt hat, müssen alle ackerbaulichen Register gezogen werden, um die Resistenzentwicklung hinauszuzögern bis resistente Sorten oder neue, wirksame Fungizide auf dem Markt sind. Sonst ist der Rübenanbau insbesondere in Süddeutschland in Frage gestellt.

Ein wichtiger Aspekt bei der vorbeugenden Bekämpfung ist, das Ausgangsmaterial (Rübenreste auf Nachbarschlägen, Wirtspflanzen) von vornherein soweit wie möglich auszuräumen, die Disposition der Zuckerrüben durch eine ausgeglichene Ernährung zu verbessern und Fungizidkombinationen frühzeitig einzusetzen, bevor eine epidemische Verbreitung erfolgt. Dazu muss die Bekämpfungsstrategie den Befallsbedingungen (Aufkommen des Erregers, Ausgangsinokulum, Temperaturanspruch, Luftfeuchtigkeit etc.) besser angepasst werden.

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