Durchwuchskartoffel

Tipps zur Bekämpfung auf der Stoppel

Derzeit stehen auf vielen abgeernteten Getreidefeldern Ausfallkartoffeln. Intensive Stoppelbearbeitung fördert das Austreiben der Knollen.

 Bei ausreichender Blattmasse ist eine Bekämpfung mit Glyphosat angebracht. Bei gleichzeitig vorhandener Ackerwinde ist auch die Zumischung von Starane XL zulässig. Dadurch wird die Wirkung gegen bereits vorhandene Tochterknollen verbessert. Auch die Fertigmischung aus Glyposat und 2,4D im Kyleo hat eine sehr gute Wirkung gegen Ausfallkartoffeln. Je länger die Einwirkzeit dieser Produkte, umso nachhaltiger ist die Wirkung. Diese Maßnahmen dürfen nur auf Flächen durchgeführt werden, auf denen kein Greening mit Zwischenfrüchten vorgesehen ist.

Aus phytosantitärer Sicht stellen Ausfallkartoffel eine Infektionsquelle für zahlreiche Erreger dar. Neben dem Pflanzenschutz sind auch auf ackerbauliche Maßnahmen bei der bevorstehenden Kartoffelernte bzw. Bodenbearbeitung für die Folgekultur zu beachten:

• Möglichst verlustfrei roden (Schartiefe, Siebketten, Krautabstreifer)
• Ausgelesene, minderwertige Ware muss aus dem Feld gebracht werden
• Möglichst flache Bearbeitung nach Kartoffel bzw. Kartoffeldurchwuchs
• Intensive (zapfwellenbetriebene) Bearbeitung, um Knollen zu beschädigen

Durch die intensive Bodenbearbeitung sollen beschädigte Knollen weitestgehend verfaulen. Zudem reagieren Knollen an der Oberfläche empfindlicher auf Frost. Aus diesem Grund sind auch wühlende Werkzeuge besser als der Pflug.

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