Bestandsüberprüfung

Läuse befallen Erbsen


Die ansteigenden Temperaturen begünstigen das Auftreten von Blattläusen. Neben der Schwarzen Bohnenlaus ist die Grüne Erbsenblattlaus einer der wichtigsten Schaderreger in den Erbsen.

In den Blattlauskolonien wachsen laufend geflügelte Weibchen heran, die dann andere Erbsenpflanzen besiedeln. Erbsenläuse sind zu Beginn in den noch zusammengefalteten Wipfeltrieben zu finden. Durch die Saugtätigkeit kommt es zum Hülsenabwurf und somit zu einer reduzierten Hülsenzahl. Auch das TKG leidet unter Läusebefall. Durch den Wegfall der Speicherorgane staut sich dann Stickstoff in der Restplanze. Dadurch werden die Erbsen anfälliger für den Erbsenrost. Weiterhin können die Blattläuse das gewöhnliche Erbsenmosaikvirus und das scharfe Adernmosaikvirus übertragen. Ausgehend von anderen Leguminosen wie Klee und Luzerne werden die Blattläuse zu Virusvektoren

Bekämpfung

Neben den Blattläusen ist auch mit Erbsenwickler zu rechnen. Hier bietet sich die Kombination aus Pirimor sowie Karate Zeon an. Versteckt sitzende Blattläuse erfordern die volle Aufwandmenge (300g/ha) an Pirimor, da von den Pyrethroiden keine sichere Wirkung gegen Läuse mehr zu erwarten ist. Der Bekämpfungsrichtwert von 10 – 15 Blattläuse je Trieb spiegelt die wirtschaftliche Schadschwelle durch die Saugtätigkeit der Blattläuse wider.

Die Insektizide können mit zugelassenen Fungiziden wie Folicur oder Ortiva sowie Spurennährstoffen gemischt werden. Die meisten Insektizide mit dem Wirkstoff Lamba cyhalothrin sowie das Pirimicarb (Pirimor) dürfen zweimal in Futtererbsen angewendet werden. Beachten sie die Zulassungsbestimmungen.

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