Erntevorbereitung

Feldränder auf Unkrautbesatz kontrollieren


Teilweise hat die Gerstenernte auf schwachen Standorten in dieser Woche bereits begonnen. Trotzdem sollten Sie die Feldränder auf den Besatz mit Unkräutern und Ungräsern kontrollieren.

Viele Probleme holt sich der Landwirt mit Hilfe von Arbeitsgeräten und Mähdreschern selbst in den Acker. Auf den äußeren 50 cm ist vielfach eine deutlich stärkere Verunkrautung zu finden. Die „Randunkräuter“ werden später mit dem Mähdrescher im Schlag verteilt. Auf diese Weise werden dann Problemunkräuter verbreitet.

Bei der Ernte wird in der Regel bis an die Feldrandgrenze gedroschen, damit werden die samenreifen Unkräuter miterfasst und hinter dem Schüttler auf den Boden geblasen. Von dort aus breiten sie sich in den nächsten Jahren weiter im Schlag aus, wenn die Herbizidstrategie den Problemunkräutern nicht angepasst wird. Beispiele für die großflächige Verbreitung sind verschiedene Trespen-Arten, auch Kerbel, Storchschnabel oder Erdrauch.

Um die Verschleppung rechtzeitig zu stoppen, müssen die Hotspots ausfindig gemacht werden. Zonen mit massivem Befall im Randbereich, aber auch im Schlag sollten beim Drusch ausgelassen werden und separat gemulcht werden oder bei geringerem Befall auch von Hand bereinigt werden.

Diese Entscheidung fällt vielen Landwirten zu diesem Zeitpunkt schwer und man denkt sich „das bisschen macht nichts aus“, aber am Beispiel der Trespen sieht man eindeutig, wie sich Pflanzen ganzflächig verbreiten, die dann mit Herbiziden nur noch schwer bekämpft werden können.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats