Weizen

Das Wichtigste über frühe Weizenaussaat

Tanklager
Foto: Mineralölverband
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Für die extrem frühe Aussaat, die den Weizen noch vor dem Übergang in den Kurztag (13 Stundentag um den 15. September) auflaufen lässt, kommen vor allem spätschossende Sorten mit hohem Tageslängen- und wenigstens mittlerem Vernalsisationsanspruch in Betracht. Das sind meist Weizensorten mit spätem Ährenschieben und hohem Langtagsanspruch.

Früh schossende Sorten mit geringem Vernalisationsanspruch beginnen u. U. noch im Spätherbst zu schossen. Dadurch drohen die Bestände dünn zu bleiben und sind zudem stärker auswinterungsgefährdet. Weizensorten, die so früh gesät werden, sollten im Idealfall weniger anfällig sein für Halmbasiskrankheiten, auch gegen die im Herbst auftretenden Blattkrankheiten und sie sollten vor allem standfest sein, weil das lange Wachstum im Kurztag zu langen, unteren Internodien führt. Für die sehr frühe Aussaat ist z.B. Bosporus, Boss, Chaplin, RGT Depot oder RGT Reform geeignet.

Für Frühsaaten ab dem Mitte September, die vor Winter voll bestocken, kommen Sorten in Betracht, die im Frühjahr frühzeitig schossen und deshalb nicht mehr bestocken und rechtzeitig Nebentriebe reduzieren. Dadurch werden zu dichte Bestände vermieden. Das sind meist frühschossende Sorten mit geringem Tageslängen- und Vernalisationsanspruch, z.B. Campesino, Chevignon, Euclide, Julie, Kashmir, Porthus, Rubisco

Als Vorfrucht für Frühsaaten eignen sich vor allem Blattfrüchte (Raps, Kartoffeln), früh gehäckselter Mais sowie Hafer weniger Leguminosen und Getreide.bHauptrisiko der frühen Weizenaussaat ist der Befall mit Verzwergungsvirus. Dieser erfordert eine konsequente Kontrolle des Zufluges von Blattläusen und der Zuwanderung von Zikaden.

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