Geringer Herbizidabbau

Auswirkungen auf die Anbauplanung

Die anhaltende Trockenheit in weiten Teilen Deutschlands dürfte den Abbau der im Frühjahr applizierten Herbizide verringert haben. Nachbauprobleme sind nach später Anwendung persistenter Wirkstoffe zu erwarten.

 

Dazu zählen in erster Linie die im Getreide gegen Ungräser eingesetzten Wirkstoffe Mesosulfuron, Iodosulfuron und Propoxycarbazone. Aber auch Metsulfuron-haltige Produkte im können zu Schäden bis hin zu Pflanzenausfällen in nachgebauten dikotylen Kulturen wie Raps oder Zwischenfrüchten führen.
Auch nach Raps kann es zu Problemen beim Nachbau von Getreide kommen. Aufgrund der Unbefahrbarkeit der Flächen konnte die Propyzamid-Spritzung vielfach nicht mehr im Spätherbst durchgeführt werden und musste ins zeitige Frühjahr verlegt werden. Auch das Propyzamid ist vergleichsweise langlebig. 90 Prozent des Wirkstoffs werden unter Feldbedingungen erst nach 6 Monaten abgebaut.

Die Monate Mai, Juni und Juli fallen aufgrund der fehlenden Feuchtigkeit für den Abbau fast vollständig aus, sodass mit hohen Wirkstoffrückständen zur Wintergetreideaussaat im September zu rechnen ist. Eine „Probe“-Aussaat auf wenigen Quadratmetern gibt Aufschluss über die Tragweite der Nachbauproblematik, sowohl im Getreide als auch bei Raps und Zwischenfrüchten. Intensiv-mischende Bodenbearbeitung beschleunigt den Abbau. Dafür muss aber noch Restfeuchte im Boden vorhanden sein.

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