Getreide-Herbizide

Ungräser nicht überwachsen lassen


Eine
Foto B.Bundschuh/LTZ Augustenberg
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Je früher die Saat oder bei milder Winterwitterung ist ein rechtzeitiger Einsatz im Herbst anzuraten, da sich sonst vor allem Ungräser überwachsen können und schwer zu bekämpfen sind. Dadurch steigt auch das Resistenzrisiko.

Bei sehr trockenen Bodenbedingungen haben vor allem das Flufenacet und das Pendimenthalin Wirkungsschwächen. Je niedriger die Wasserlöslichkeit des Wirkstoffes, umso höher ist der Anspruch an die Bodenfeuchte für die Wurzelaufnahme. Bei CTU-haltigen Mittel bzw. beim Prosulfocarb ist der Anspruch an die Bodenfeuchte etwas geringer.

Bei Trockenheit wirken die sogenannten Karotinsynthese-Hemmer wie Beflubutamid, Diflufenikan, Flurtamone und Picolinafen besser. Unkräuter bzw. Ungräser nehmen diese Wirkstoffe beim Durchstoßen des Films auf. Auch ein möglichst feinkrümeliges Saatbett verbessert die Wirkstoffaufnahme. Um die Wirkung der genannten Wirkstoffe abzusichern, ist bei Trockenheit ein Anwalzen nach der Saat empfehlenswert.



Um die Wirkung voll auszuschöpfen, sollte die Behandlung gegen gerade auflaufende Unkräuter oder Ungräser ergfolgen. Mit zunehmender Größe lässt die Wirkung nach. Gegen Ackerfuchsschwanz ist die Kombination von Flufenacet plus Pendimenthalin oder Prosulfocarb angebracht. Diese Wirkstoffkombinationen wirken synergistisch.

Vorrang neben der Herbizidwirkung hat auch die Kulturverträglichkeit. So sollte z.B. beim Flufenacet oder Pendimenthalin auf eine ausreichende Saatgutbedeckung bzw. ausreichende Ablagetiefe geachtet werden. Das gilt vor allem für den Roggen. Karotinsynthese – Hemmer führen bei einer Überdosierung zu sichtbaren Aufhellungen. Dadurch nimmt die Frostempfindlichkeit zu.

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