Getreide

Darauf ist beim Einsatz der Bodenherbizide achten


Bei früher Saat und milder Winterwitterung sind Bodenherbizide rechtzeitig einzusetzen. Sonst sind vor allem Ungräser schwer unter Kontrolle zu bringen sind. Dadurch steigt auch das Resistenzrisiko.

Unter sehr trockenen Bodenverhältnissen haben vor allem das Flufenacet und Pendimethalin deutliche Schwächen: Beide Wirkstoffe sind wenig wasserlöslich. Je niedriger die Wasserlöslichkeit, umso höher ist der Anspruch an die Bodenfeuchte für die Aufnahme der Wirkstoffe über die Wurzel. Chlorproturon- oder Prosulfocarb-haltige Mittel bzw. Prosulfocarb haben einen etwas geringeren Anspruch an die Bodenfeuchte.

Keine Kluten im Saatbett

Mit Trockenheit kommen die sogenannten Karotinsynthese-Hemmer Beflubutamid, Diflufenikan, Flurtamone und Picolinafen dagegen besser zurecht. Da diese nur einen Film auf der Bodenoberfläche bilden. Die Unkräuter nehmen den Wirkstoff beim Durchstoßen des Films auf. Dazu ist eine möglichst glatte Bodenoberfläche ohne große Kluten also ein möglichst feinkrümeliges Saatbett erforderlich. Um die Wirkung der genannten Wirkstoffe abzusichern, ist bei Trockenheit das Anwalzen nach der Saat bzw. vor dem Spritzen angeraten. Um das Wirkungsprofil voll auszuschöpfen, sollte gespritzt werden, wenn die Unkräuter gerade auflaufen. Mit zunehmender Größe der Unkräuter lässt die Wirkung nach.

Gegen schwer bekämpfbaren Ackerfuchsschwanz ist eine Kombination aus Flufenacet plus Pendimenthalin oder Prosulfocarb ratsam. Diese Wirkstoffkombinationen haben ausgeprägte Synergieeffekte. Neben der Herbizidwirkung ist auch auf die Kulturverträglichkeit zu beachten. So muss z.B. bei Flufenacet oder Pendimethalin auf eine gute Saatgutbedeckung bzw. ausreichend tiefe Ablage geachtet werden. Karotinsynthese – Hemmer führen bei Überdosierung zu sichtbaren Aufhellungen. Dadurch steigt die Frostempfindlichkeit der Kultur.

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