Getreidehähnchen

Wann die Extrarunde lohnt


Erste Käfer, Eier und auch bereits Larven des Getreidehähnchens wurden in den letzten Tagen in den Getreidebeständen beobachtet.

Wenn die Eiablage des Getreidehähnchens nahezu abgeschlossen ist, muss die Larve vor allem in Trockengebieten und im Sommergetreide bekämpft werden, um gravierende Blattschäden zu vermeiden. Die trifft aktuell vor allem für den Süden und Osten Deutschlands zu. Eine Bekämpfungsschwelle ist schwer festzulegen, da das Schadausmaß je nach Wassergehalt der Pflanze unterschiedlich ausfällt.

Faustzahl: 10 Prozent Verlust der Fahnenblattfläche entsprechen 3 - 5 Prozent Ertragsverlust.

Schadschwellen

Weizen: 0,5 - 1,0 Eier oder Junglarven je Fahnenblatt
Gerste: 0,5 - 1,0 Eier oder Junglarven je Halm
Roggen: 0,5 - 1,0 Eier oder Larven je Fahnenblatt
Hafer: 0,75 - 1,5 Eier oder Larven je Fahnenblatt

Bei trocken-heißem Wetter muss die Larve mehr Blattmasse vertilgen, um ihren Wasserbedarf zu stillen. In Trockengebieten wird man deshalb eine Bekämpfung in Kombination mit anstehenden Pflanzenschutzmaßnahmen ansetzen, wenn auf 30 Prozent der Halme Hähnchen festzustellen sind. Eine Extra-Überfahrt lohnt sich, wenn auf jedem Halm 1 - 2 Hähnchenlarven zu finden sind, die einen Ertragsausfall von 5 - 8 Prozent hervorrufen können.

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