Kartoffelanbau

Kartoffelkäfer bekämpfen


Die warme Witterung der letzten Wochen führte zur Eiablage des Kartoffelkäfers. Somit ist in nächster Zeit mit einem bekämpfungswürdigen Besatz zu rechnen.

Bereits während des Auflaufens der Kartoffeln wandern Kartoffelkäfer aus benachbarten Kartoffelschlägen des Vorjahres ein. Der anschließende Reifungsfraß der Weibchen dauert zwischen 10 bis 14 Tage. Diese produzieren etwa 400 Eier. Die orangenrot gefärbten Eier werden in Gelegen von 20 Stück an der Blattunterseite abgelegt. Nach weiteren 14 Tagen schlüpfen die Larven und durchlaufen verschiedene Larvenstadien. Dabei verursachen sie in den Larvenstadien L3 und L4 den größten Schaden. Nach 4 Wochen schließt sich die Verpuppung des Käfers im Boden an.

Die Bekämpfungsschwelle liegt bei 15 Junglarven pro Kartoffelstaude. Dabei sollten regelmäßig 25 Pflanzen im Feld blattunterseitig kontrolliert werden.

Zur Bekämpfung kommen Neonicotinoide wie Biscaya oder Mospilan in Betracht. Auch das Coragen aus der Wirkstoffgruppe der Anthranildiamide hat eine gute Wirkung. Beide Wirkstoffgruppen wirken auch gut gegen ältere Larvenstadien. Um Resistenzen vorzubeugen, sollten beide Wirkstoffgruppen bei mehrmaliger Behandlung eingesetzt werden. Ab Beginn der Blüte ist auf die Bienengefährlichkeit der Mittel zu achten.

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