Kartoffeln

Blattdüngung gegen Magnesiummangel


In den Blattanalysen wird trotz hoher Mg-Bodenversorgung im Süden und Westen oftmals Magnesiummangel ausgewiesen. Das ist auf die dort feuchtkalte Witterung im Mai zurückzuführen. Dort konnte die Pflanze nicht genug Magnesium im Verhältnis zur Blattbildung aufnehmen.

 

Der kurzfristige Mangel lässt sich durch Bittersalz beheben. Zudem wurde durch die warmen Temperaturen der letzten Woche wieder mehr Magnesium aus dem Boden aufgenommen.
Viele Analysen weisen derzeit auch Molybdänmangel aus. Dieser tritt bei hohen Smin-Werten sowie hoher Schwefelzufuhr im Frühjahr in Folge des Aufnahmeantagonismus auf. In diesem Fall bietet es sich an Natriummolybdaten zu spritzen.

Böden mit schwach entwickelter Wurzel weisen z.T. bedingt auch durch Bodenverdichtungen niedrige Gehalte an Phosphor, Zink und Kupfer auf. Dagegen sind die Mangangehalte in diesen Analysen oft extrem hoch, ein weiterer Indikator für schlechte Bodenstruktur.
Kartoffelbestände können bei Trockenheit und Hitze unter einem Nährstoffengpass bei diffusionsabhängigen Nährstoffen wie Phosphor, Kali, Kupfer und Zink leiden
In diesen Fällen lässt sich ein Mangel durch NPK-Blattdünger bzw. die Zufuhr durch Spurennährsoffen in Chelat-Form kurzfristig beheben.

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