Leguminosen

Unkrautbekämpfung in Körnererbsen


Die derzeit winterlichen Verhältnisse lassen keine Aussaat von Leguminosen zu. Abwarten heißt die Devise! Nassbestellte Erbsen brachten noch nie Höchsterträge.

 
Unmittelbar nach der Aussaat der Erbsen und dem Anwalzen des Bodens schließt sich die Unkrautbekämpfung im Vorauflaufverfahren an. Je nach Witterung dauert die Auflaufphase zwei bis drei Wochen. Bis zum Reihenschluss vergehen weitere drei bis vier Wochen. In dieser Phase sind die jungen Erbsen konkurrenzschwach gegenüber Unkräutern. Starke Verunkrautung führt zu eklatanten Ertragsverlusten und Problemen bei der Ernte.

Im Vorauflauf dürfen Clomazone (Centium), Aclonifen (Bandur), Prosulfocarb (Boxer) und Pendimethalin (Stomp) eingesetzt werden. Vor allem gegen starken Klettenlabkraut- sowie Windenknöterich-Besatz haben Kombinationen mit Centium eine sehr gute Wirkung. Aufgrund der inzwischen guten Bodenstruktur durch den Frost ist mit stärkerem Besatz an Windenknöterich zu rechnen. In der Praxis hat sich die Kombination aus Centium plus Bandur bewährt. Gegen Stiefmütterchen und Storchschnabel sind Mischungen mit Stomp angebracht.

Wichtig für eine sichere Wirkung im Vorauflauf ist ein gut abgesetzter„frischer“ Boden ohne Kluten. Walzen unterstützt nicht nur den Feldaufgang, sondern auch die Herbizidwirkung. Die Vorauflaufmaßnahme sollte je nach Witterung bis ca. 5 Tage bei wüchsigen Verhältnissen und bis ca. 7 Tagen bei kühler Witterung nach der Saat erfolgen.

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