Mais Herbizide

Herbizideinsatz im Mais


Neben dem verträglicheren Splittingverfahren hat sich der frühe Nachauflauftermin bis zum 3-Blatt-Stadium des Maises mit einer einmaligen Herbizidanwendung bewährt. Grundsätzlich nimmt ab dem 4-Blattstadium die Verträglichkeit des Maises gegen Herbizide ab. Zudem sollte der Mais in der Jugendentwicklung weitgehend unkrautfrei sein.

Gerade in dieser kritischen Phase ist die Konkurrenzkraft des Maises als wärmebedürftige Pflanze vergleichsweise schwach. Zudem verändert ein hoher Unkrautbesatz die Lichtreflexion im Bestand, was sich negativ auf die generative Entwicklung des Maises auswirkt. Mais braucht nicht nur Wärme, sondern vor allem auch Licht.

Zu diesem frühen Zeitpunkt lassen sich Unkräuter und Ungräser gut bekämpfen. Am effektivsten kommt eine Kombination aus blattaktiven und bodenaktiven Präparaten zum Einsatz. Bodenwirksame Wirkstoffe haben im frühen Unkrautstadium auch eine gute Blattwirkung und „versiegeln“ gleichzeitig den Boden gegen spät keimende Unkräuter bzw. schwer bekämpfbare Hirsen. Die Hauptlast trägt dabei Terbuthylazin. Als weitere Bodenkomponente, z.B. gegen Hirsen, bieten sich z.B. S-Metolachlor oder Dimethenamid an.

Größere Unkräuter werden mit blattaktiven Wirkstoffen aus der Klasse der Triketone sicher erfasst. Die Wirkungslücke gegen Windenknöterich wird durch Zumischung von bromoxynil-haltigen Produkten geschlossen.

Gegen schwer bekämpfbare Hirsearten wie Finger- oder Borstenhirse kann neben den genannten Bodenwirkstoffen S-Metolachlor oder Dimethenamid auf Tembotrione oder die Kombination Nicosulfuron mit Mesotrione zurückgegriffen werden. Nicosulfuron erfasst zudem den Ackerfuchsschwanz und Weidelgräser am verträglichsten.

Diese frühe Nachauflaufbehandlung sollte möglichst zu Beginn einer Schönwetterperiode appliziert werden. Das ist für den Mais verträglicher als die Spritzung vor/in eine kalte regnerische Phase, in der er die Herbizidwirkstoffe weniger schnell abbauen kann.

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