Bodenbearbeitung, Sortenwahl und Saattermin sind zusammen mit der Nährstoffversorgung die wichtigsten Ertragsfaktoren für den Mais. Derzeit spricht eigentlich nichts gegen eine frühe Maisaussaat, die eine längere Vegetationszeit ermöglicht.

Mais reagiert als Kurztagpflanze positiv auf frühe Saattermine bis Mitte April. Der kürzere Tag begünstigt die Anlage generativer Ertragsorgane, die Kolben- und damit auch die Massenertragsleistung nehmen zu. Dieser Zusammenhang spielt vor allem für späte Dentsorten eine wichtige Rolle. Auch bei Zwischentypen kommt der Dent-Anteil inzwischen immer stärker zum Tragen.

Eine frühe Aussaat ist aber nur dann sinnvoll, wenn eine Schönwetterphase mit nachhaltigen Bodentemperaturen über 8 Grad Celsius abzusehen ist. Auch eine gute Bodenstruktur mit hohem Feinerdeanteil ist bei frühen Terminen ein absolutes Muss. Unter diesen Voraussetzungen sind Frühsaaten auch auf Kältephasen während der Jugendentwicklung besser vorbereitet. Fehlende Wärme kann bis zu einem gewissen Grad durch Sonne ersetzt werden.

Neben einer möglichst frühen Saatzeit sind gleichmäßige Feldaufgänge wichtig, da Nachzügler durch die benachbarten, früher aufgelaufenen Pflanzen unterdrückt werden. Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig die Ablagetiefe. Eine Mindestablagetiefe von 5 cm kommt auch der späteren Wurzelentwicklung entgegen und schützt zudem effektiv vor Frost.
Nicht zu hohe Fahrgeschwindigkeit beim Säen ist ein Garant für beste Feldaufgänge auch bei Mulchsaattechnik!

Verdichtete Böden erbringen keine Spitzenerträge

Nicht nur für den Feldaufgang, sondern auch für die Ertragsleistung kommt der Bodenbearbeitung besondere Bedeutung zu. Vorrangiges Ziel ist ein möglichst hoher Feinerdeanteil mit nicht zu hoher Lagerungsdichte im Oberboden. Nur so kann die Wurzel den durchwurzelbaren Raum optimal erschließen. Verdichtete, extensiv bearbeitete Böden erbringen niemals Spitzenerträge. Mais stellt an die Sauerstoffversorgung der Wurzel höchste Ansprüche.

Die Intensität der Bodenbearbeitung ist von der Bodenart abhängig. Je mehr ein Boden zur Dichtlagerung neigt, z.B. sandige oder schluffige Böden, umso tiefer muss das Saatbeet bearbeitet werden. Böden, die über ein hohe Quellungs- und Schrumpfungsvermögen und hohe Humusgehalte verfügen, können im Frühjahr auch flacher bearbeitet werden.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats